Manchester City an der Spitze, Ärger für Liverpool
London (dpa) - 16.10.2011, 14:04 Uhr
Mario Balotelli erzielte das 1:0 für Manchester City gegen Aston Villa. Foto: Sergey Dolzhenko.
Nach dem Schlusspfiff ging es an der Anfield Road erst richtig los. Dem 18-maligen englischen Meister FC Liverpool droht nach dem 1:1 (0:0) gegen Erzrivale Manchester United ein juristisches Nachspiel. Der englische Fußball-Verband (FA) ermittelt gegen «Reds»-Stürmer Luis Suarez. Der Uruguayer soll Manchesters Patrice Evra während der Partie angeblich mehrfach rassistisch beleidigt haben. «Die FA wird in dieser Sache ermitteln», hieß es am Sonntag in einem Statement des Verbandes, «Schiedsrichter Andre Marriner wurde über diese Anschuldigungen informiert und hat alles direkt an die FA weitergegeben.» Der 39-malige französische Nationalspieler Evra erneuerte die Vorwürfe in einem Interview mit dem Fernsehsender Canal Plus: «Man kann sehen, dass er das ominöse Wort zehnmal sagt. Dafür ist im Jahr 2011 kein Platz mehr.» Liverpools Trainer Kenny Dalglish meinte dagegen: «Wir haben mit Luis Suarez gesprochen. Er streitet jegliche Wortwahl, die in diese Richtung geht, kategorisch ab.»
Die Affäre um Evra stand für Manchester United am Ende eines enttäuschenden Nachmittags. Die «Red Devils» verspielten mit dem glücklichen Remis die Tabellenführung. Erst der eingewechselte Mexikaner Javier Hernandez bewahrte United mit seinem Kopfballtor zum 1:1 (81.) vor der ersten Saisonniederlage. Steven Gerrard hatte für die Führung der «Reds» gesorgt (68.). Es war der erste Auftritt des 30-jährigen Mittelfeldspielers in Liverpools Startelf seit dem 6. März und einer Verletzungspause von fast sieben Monaten. Manchesters Trainer Sir Alex Ferguson hatte seinen am Donnerstag von der UEFA für die gesamte EM-Vorrunde gesperrten Stürmerstar Wayne Rooney 69 Minuten lang auf der Bank gelassen. |