Für eine Überraschung sorgten die Schweden. Beim 3:2 (1:1) fügten die Skandinavier den Niederländern die erste Pleite in dieser Quali zu. Sebastian Larsson und Ola Toivonen brachten die Platzherren in Stockholm mit einem Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten auf den richtigen Weg. Als bester Gruppenzweiter sind die «Tre Kronor» im nächsten Jahr in Polen und der Ukraine dabei. Sensationell in die Playoffs geschafft haben es die Esten, die von der überraschenden 0:1 (0:1)-Niederlage Serbiens in Slowenien profitierten. Die Serben vergaben in Maribor sogar einen Elfmeter. Italien, das bereits als Gruppensieger feststand, bezwang Nordirland 3:0 (1:0). Auch die Türken konnten ihr Glück kaum fassen. Die Kicker vom Bosporus hatten in Istanbul beim 1:0 (0:0) über das von Berti Vogts trainierte Aserbaidschan mehr Mühe als erwartet. Erst in der 60. Minute gelang Burak Yilmaz der Siegtreffer. Dank deutscher Schützenhilfe kletterte das Team von Guus Hiddink in der Gruppe A auf Platz zwei. Belgien blieb nach dem 1:3 (0:2) gegen Deutschland nur der dritte Platz. Österreich verpasste einen versöhnlichen Quali-Abschluss und kam in Kasachstan nicht über ein 0:0 hinaus. Für Russland waren die letzten drei Punkte zur EM-Teilnahme nur Formsache: Gegen Andorra feierte die Auswahl von Coach Dick Advocaat ein klares 6:0 (4:0) und verteidigte souverän den ersten Tabellenplatz der Gruppe B. Im direkten Duell um Rang zwei verpasste Armenien den Coup: Die ehemalige Sowjetrepublik, die sich noch nie für ein großes Turnier qualifizieren konnte, unterlag in Irland 1:2 (0:1). Die Mannschaft von Coach Giovanni Trapattoni darf damit in den Playoffs weiter auf die Teilnahme an der Endrunde hoffen. Neben Deutschland hat auch Spanien die Qualifikation mit einer perfekten Bilanz beendet. Der Welt- und Europameister kam beim 3:1 (2:0) gegen Schottland im achten Spiel zum achten Sieg. Die Schotten verloren dadurch noch auf der Zielgerade Platz zwei an Tschechien, das in Litauen sicher 4:1 (3:0) gewann.
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