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Frankreich atmet auf - Portugal und Türkei in Playoffs

Berlin (dpa) - 11.10.2011, 23:33 Uhr

Die Franzosen freuen sich über die erfolgreiche EM-Qualifikation. Foto: Ian Langsdon.
Die Franzosen freuen sich über die erfolgreiche EM-Qualifikation. Foto: Ian Langsdon.

Die Franzosen können aufatmen, die Portugiesen müssen nachsitzen: Dank eines umstritten Elfmeters hat Frankreich als letztes Team die direkte Qualifikation für die Fußball-EM 2012 geschafft.

Neben der «Équipe tricolore» lösten auch Griechenland, Russland, Schweden und Dänemark das Ticket für die EURO im nächsten Jahr. In den Playoffs spielen Kroatien, Portugal, Irland, Tschechien, Bosnien-Herzegowina, die Türkei, Montenegro und völlig überraschend auch der Weltranglisten-58. Estland um die verbleibenden Plätze. Die Auslosung findet am Donnerstag in Krakau statt. Die Partien sind für den 11./12. und 15. November angesetzt.

Am letzten Quali-Spieltag machten es vor allem die Franzosen und die Griechen spannend. Beim 1:1 (0:1) gegen die Bosnier erlöste Samir Nasri (78.) den früheren Welt- und Europameister per umstrittenen Strafstoß, nachdem Edin Dzeko die Gäste in Führung gebracht hatte (40.). Die ohne Bayern-Star Franck Ribéry angetretenen Hausherren vermieden damit nach der WM-Schmach 2010 den nächsten Rückschlag.

Auch Griechenland musste in Georgien für den 2:1 (0:1)-Sieg lange ackern: Erst elf Minuten vor dem Ende gelang dem Europameister von 2004 der Ausgleich durch Giorgos Fotakis (79.). Ex-Bundesliga-Profi Angelos Charisteas (85.) sicherte schließlich den Sieg für das Team von Fernando Santos, das seit 16 Spielen ungeschlagen ist. Kroatien durfte nur kurz von der Qualifikation träumen: Trotz des 2:0 (0:0) gegen Lettland durch die Tore von Eduardo (66.) und Wolfsburg-Stürmer Mario Mandzukic (72.) müssen die Kroaten in die Playoffs.

Portugal hatte die Qualifikation selbst in der Hand, unterlag aber Dänemark 1:2 (0:1) und muss nun bangen. Die Elf von Trainer Morten Olsen war in Kopenhagen das tonangebende Team und wurde durch Tore von Michael Krohn-Dehli (13.) und Nicklas Bendtner (63.) belohnt. Cristiano Ronaldos (90.+2) Anschlusstreffer kam zu spät.


Für eine Überraschung sorgten die Schweden. Beim 3:2 (1:1) fügten die Skandinavier den Niederländern die erste Pleite in dieser Quali zu. Sebastian Larsson und Ola Toivonen brachten die Platzherren in Stockholm mit einem Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten auf den richtigen Weg. Als bester Gruppenzweiter sind die «Tre Kronor» im nächsten Jahr in Polen und der Ukraine dabei.

Sensationell in die Playoffs geschafft haben es die Esten, die von der überraschenden 0:1 (0:1)-Niederlage Serbiens in Slowenien profitierten. Die Serben vergaben in Maribor sogar einen Elfmeter. Italien, das bereits als Gruppensieger feststand, bezwang Nordirland 3:0 (1:0).

Auch die Türken konnten ihr Glück kaum fassen. Die Kicker vom Bosporus hatten in Istanbul beim 1:0 (0:0) über das von Berti Vogts trainierte Aserbaidschan mehr Mühe als erwartet. Erst in der 60. Minute gelang Burak Yilmaz der Siegtreffer. Dank deutscher Schützenhilfe kletterte das Team von Guus Hiddink in der Gruppe A auf Platz zwei. Belgien blieb nach dem 1:3 (0:2) gegen Deutschland nur der dritte Platz. Österreich verpasste einen versöhnlichen Quali-Abschluss und kam in Kasachstan nicht über ein 0:0 hinaus.

Für Russland waren die letzten drei Punkte zur EM-Teilnahme nur Formsache: Gegen Andorra feierte die Auswahl von Coach Dick Advocaat ein klares 6:0 (4:0) und verteidigte souverän den ersten Tabellenplatz der Gruppe B. Im direkten Duell um Rang zwei verpasste Armenien den Coup: Die ehemalige Sowjetrepublik, die sich noch nie für ein großes Turnier qualifizieren konnte, unterlag in Irland 1:2 (0:1). Die Mannschaft von Coach Giovanni Trapattoni darf damit in den Playoffs weiter auf die Teilnahme an der Endrunde hoffen.

Neben Deutschland hat auch Spanien die Qualifikation mit einer perfekten Bilanz beendet. Der Welt- und Europameister kam beim 3:1 (2:0) gegen Schottland im achten Spiel zum achten Sieg. Die Schotten verloren dadurch noch auf der Zielgerade Platz zwei an Tschechien, das in Litauen sicher 4:1 (3:0) gewann.

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