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Nach Krawallen: Griechen droht Strafe - UEFA prüft

Piräus (dpa) - 09.10.2011, 14:45 Uhr

Im kroatischen Fanblock explodiert eine Molotw-Cocktail. Foto: ALKIS KONSTANTINIDIS
Im kroatischen Fanblock explodiert eine Molotw-Cocktail. Foto: ALKIS KONSTANTINIDIS

Nach den schweren Ausschreitungen von Hooligans beim EM-Qualifikationsspiel gegen Kroatien droht dem griechischen Fußballverband eine empfindliche Strafe. Die UEFA wird die Vorfälle in Piräus untersuchen.

Vor der Entscheidung über ein mögliches Disziplinarverfahren werde der Verband die Berichte der UEFA-Delegierten und des Schiedsrichters prüfen, teilte die Europäische Fußball-Union auf Anfrage mit. Der griechische Verband EPO rechnet unterdessen bereits mit einer Geldbuße. «Wir werden uns später mit diesem Thema beschäftigen», sagte EPO-Präsident Sofoklis Pilavios nach dem 2:0-Erfolg.

Nur wenige Minuten nach dem Anpfiff war auf der Tribüne ein Molotowcocktail gezündet worden, der im Gästeblock mit einer meterhohen Stichflamme explodierte. Zudem flogen Rauchbomben. Der englische Schiedsrichter Howard Webb unterbrach die Partie für sechs Minuten. Die Polizei musste die aufgebrachten Fangruppen trennen. Rund hundert griechische Krawallmacher, einige von ihnen mit Motorradhelmen, drangen in den Nachbarblock der kroatischen Fans ein. Diese rissen Sitze aus der Verankerung und schleuderten sie auf die Polizei. Ein Kroate soll nach nicht bestätigten Informationen verletzt worden sein. Zwei Personen wurden festgenommen.

Griechische Medien kritisierten, die Polizei habe sich nicht ausreichend auf Ausschreitungen vorbereitet und zu wenig Einheiten rund um den Block der Kroaten positioniert. Als dies geschah, beruhigte sich die Lage. Die Medien in Griechenland rechneten damit, dass ihrem Nationalteam außer einer Geldstrafe auch ein Spiel vor leeren Tribünen bevorsteht.

Vor Beginn der Partie war es laut Medienberichten zu einigen Ausschreitungen gekommen. Kroatische Hooligans hätten ein Schaufenster in Piräus zerschlagen und sich eine Schlägerei auf Athens zentralem Omonoia Platz geliefert.

Schon im vergangenen Dezember hatten in Zagreb Auseinandersetzungen von Anhängern aus beiden Ländern das sportliche Geschehen überschattet. Kroaten, vermutlich Unterstützer von Dinamo Zagreb, zündeten vor einem Europa-League-Spiel einen Bus mit Fans von PAOK Saloniki an und verletzten drei Menschen.


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