Nach dem Länderspiel-Erfolg war von Harmonie aber nichts zu hören. Für van Marwijk erweckten die Münchener in ihrer Mitteilung den Eindruck, die bereits bekannte Schambeinentzündung Robbens sei erst im Oranje-Trainingslager für das Moldawien-Spiel zu einer Leistenblessur geworden. Der frühere Bundesliga-Trainer von Borussia Dortmund wetterte, in Wirklichkeit hätten die Bayern Robben trotz Schmerzen spielen lassen. Erst der KNVB-Verbandsarzt habe erkannt, dass der Stürmer nicht bloß eine Schambeinentzündung, sondern eine Leistenverletzung habe. «Ein Riss oder gar ein Bruch. Und was zeigte sich dann? Er hatte recht. Ein bekannter Radiologe kam zur selben Diagnose. Darum haben wir Robben sofort nach Bayern zurückgeschickt und da ist er dann ja auch operiert worden», sagte van Marwijk. Bayern-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt sei «sehr froh» gewesen, dass die wirkliche Verletzung Robbens in Holland erkannt wurde, so Marwijk. «Er hat sich bei unserem Arzt bedankt.» Trotzdem habe der FC Bayern dann nach außen wieder den Eindruck erweckt, dass Robben beim Oranje-Team zu stark belastet worden sei. «Das finde ich nicht normal. Da muss ich noch mal drüber schlafen. Und wer weiß, vielleicht machen wir das Übungsspiel ja wie geplant, aber ich habe jetzt nur noch sehr wenig Lust darauf.»
Video von Pk mit Marwijk Mitteilung des FC Bayern zur Robben-OP
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