Noch übler erwischte es den Lokalrivalen Inter, der gegen Neapel mit 0:3 unterging und mit vier Zählern kurz vor der Abstiegszone steht. Inter-Trainer Claudio Ranieri und Club-Präsident Massimo Moratti waren außer sich, weil Schiedsrichter Gianlucca Rocchi die Partie ihrer Meinung nach mit desaströsen Fehlern zugunsten der Gäste aus Süditalien entschieden habe. «Der Schiedsrichter wollte das Spiel ruinieren», schimpfte Ranieri. «Hoffentlich muss ich Rocchi nicht mehr sehen», wetterte Moratti. Tatsächlich bot der Unparteiische eine unglückliche Leistung. Wie die «Gazzetta» berichtete, soll er dafür wohl vom Fußballverband für zwei bis drei Spiele aus dem Verkehr gezogen werden. Die Schimpftiraden gegen den Referee dürften auch den Inter-Verantwortlichen noch eine Disziplinarstrafe einbringen. Nach dem Sieg über Meister Milan rangiert Münchens nächster Champions-League-Gegner Neapel auf dem dritten Rang. «Mamma mia, was für ein Napoli», titelte die «Gazzetta». Trainer Walter Mazzarri lobte seine «mental gewachsene Mannschaft», Club-Präsident Aurelio De Laurentiis hält sein Team nun endgültig für «titelreif». Mit dem jüngsten Erfolg hat der SSC Neapel auf jeden Fall viel Selbstvertrauen für das erste Königsklassen-Duell mit den Bayern am 18. Oktober getankt.
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