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UEFA-Ermittlungen in Athen bisher ohne Ergebnis

Athen (dpa) - 03.03.2005, 14:32 Uhr

Die Allianz Arena ist das neue Fußballstadion in München.
Die Allianz Arena ist das neue Fußballstadion in München.

Die Ermittlungen der Europäischen Fußball-Union (UEFA) wegen angeblicher Manipulationen in Zusammenhang mit der UEFA- Cup-Partie Panionios Athen - Dynamo Tiflis haben bisher zu keinem Ergebnis geführt.

Wie die Athener Zeitung «Eleftherotypia» berichtete, «blieb der Mund der sieben befragten Spieler von Panionios hermetisch verschlossen». UEFA-Inspektor Gerhard Kapl (Österreich) habe zwar «harte Fragen gestellt», er sei jedoch «mit leeren Händen» aus Athen abgereist. Die UEFA hoffe jetzt auf Beweise aus anderen Quellen, um den Fall zu klären, hieß es.

Zu dem Spiel am 1. Dezember 2004, das von Panionios mit 5:2 gewonnen wurde, waren im Zusammenhang mit dem Wettbetrugs-Skandal in Deutschland Vorwürfe geäußert worden. Als Drahtzieher gelten die drei Kroaten, die in Berlin in Untersuchungshaft sitzen.

Der Athener Club wies nach der Abreise der UEFA-Funktionäre erneut alle Vorwürfe zurück. «Das Spiel war lupenrein,» sagte Panionios- Vorstandsmitglied Achilleas Beos im griechischen Radio. Bei den Vorwürfen handele es sich lediglich um «übliche Gerüchte, die es im internationalen Fußball immer gibt», meinte der Funktionär. «Wir haben das Spiel klar gewonnen. Das Video ist der Beweis,» sagte er.

Unterdessen erneuerte die griechische Presse den Vorwurf, dass das Spiel nicht normal verlaufen sei. Das Endergebnis (5:2) und der Halbzeitstand (0:1) sollen nach Informationen vom Donnerstag unter «Eingeweihten» in Georgien schon zwei Tage vor dem Spiel bekannt gewesen sein. Die georgische Zeitung «24 Stunden» habe einen Tag vor dem Spiel den Verlauf der Partie praktisch beschrieben, berichtete der Radiosender «SKAI». Panionios hatte dank zweier Tore in der Nachspielzeit noch klar gewonnen.

Die drei kroatischen Brüder, die neben Ex-Schiedsrichter Robert Hoyzer im Mittelpunkt des Manipulationsskandals in Deutschland stehen, sollen Verbindungsmänner in der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki gehabt haben. Angeblich gehören fünf Personen zur «Thessaloniki-Connection». Dabei soll es sich um zwei ehemalige griechische Schiedsrichter, einen Trainer, einen Manager und eine weitere Person mit engen Kontakten nach Kroatien handeln. Die UEFA- Ermittler wollen nach griechischen Medienberichten in den nächsten Tagen auch Spieler von Dynamo Tiflis befragen.


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