«Wir waren chancenlos», gestand der Stuttgarter Harnik, der neben dem nach fünf Monaten begnadigten Bremer Arnautovic und Bayern-Profi David Alaba zu den wenigen Lichtblicken gehörte. «So wie wir gespielt haben, war das nicht akzeptabel», meinte Arnautovic. Der Dritte der Welt sei «einfach zu stark» gewesen», befand Constantini. «Das Ergebnis ist schlimm, aber wir hätten auch noch mehr Tore bekommen können. Jeder hat gesehen, dass ein Riesen-Unterschied zwischen Deutschland und Österreich besteht», sagte der Teamchef: «Gegen die Türkei dürfen wir nicht so viele Eigenfehler machen und müssen schauen, dass wir Tore schießen.» Dazu beitragen soll der Neu-Salzburger Stefan Maierhofer. Constantini nominierte den Ex-Duisburger als weiteren Stürmer nach, weil der Einsatz des gegen Deutschland fehlenden Marc Janko (Adduktorenprobleme) weiter unsicher ist. Derweil gingen die Medien hart mit der Elf und Constantini ins Gericht. «2:6-Pleite: Todes-Stoß für Didi», schrieb das Boulevardblatt «Österreich» am Samstag und forderte erneut die Ablösung des 56-Jährigen. Die «Kronenzeitung» beklagte das «defensive Chaos». Dennoch bleibt Constantini (noch) im Amt, wie Windtner betonte. Eine Trainer-Diskussion lehnt der ÖFB-Chef vor dem Türkei-Match als «kontraproduktiv» ab. Gleichwohl gilt die Partie auch für den Coach als Endspiel. Zwar will dieser seinen Ende des Jahres auslaufenden Vertrag erfüllen, ist aber realistisch. 2011 kassierte seine Elf sechs Niederlagen, nur ein 3:1-Sieg gegen Lettland gelang. «Meine Bilanz ist nicht unbedingt gut», räumte Constantini ein. «Es ist immer dasselbe: Wenn ein Trainer nicht gewinnt, wird er entlassen.»
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