Rom (dpa) - 25.08.2011, 16:04 Uhr
In der italienischen Serie A rückt der Ausfall des Saisonbeginns an diesem Wochenende immer näher. Ein letzter Vermittlungsversuch des italienischen Fußballverbands (FIGC) im Streit zwischen der Profi-Gewerkschaft und der Liga um den neuen Lizenzspielervertrag scheiterte.
«Wenn von der Liga keine positive Antwort kommt, werde ich den Saisonauftakt der Serie A am Freitag verschieben», kündigte Verbandspräsident Giancarlo Abete nach dem Treffen in Rom an. Damit würde Abete dem angedrohten Streik der Spieler zuvorkommen.
Vor dem Krisengipfel beim Verband waren Fußballer-Gewerkschaft (AIC) und Liga-Vertreter erneut auf Konfrontationskurs gegangen. «Es gibt keinen Verhandlungsspielraum», erklärte Liga-Präsident Maurizio Beretta. AIC-Chef Damiano Tommasi sah «derzeit keine Möglichkeit, dass gespielt wird».
Die Clubs weigern sich den von der AIC bereits unterschriebenen Vertrag zu unterzeichnen. Sie fordern zuvor eine Anpassung der bisher üblichen Netto-Zahlung der Spielergehälter, damit eine geplante Einführung einer Solidaritätssteuer in Italien nicht zu ihren Lasten geht. Diese würde die Serie-A-Clubs insgesamt 50 Millionen Euro kosten, die einzelnen Spieler aber nur sehr gering belasten. Die AIC lehnte eine Änderung des Kontraktes ab. Damiani versicherte aber, dass «die Spieler alle ihre Steuer ordnungsgemäß zahlen». FIGC-Chef Abete garantierte der Liga daraufhin die Einrichtung eines Sicherungsfonds des Verbands in Höhe von 20 Millionen Euro.