Pleiten für Vogts und Matthäus - Schweiz mit Mühe
Berlin (dpa) - 10.08.2011, 22:31 Uhr
Berti Vogts verlor als Nationaltrainer Aserbaidschans auch das fünfte Spiel im Jahr 2011.
Pleiten für Lothar Matthäus und Berti Vogts, Zittersieg für Ottmar Hitzfeld und jede Menge Bundesliga-Tore: Mit Licht und Schatten sind die deutschen Trainer in die EM-Saison gestartet. Die von Matthäus trainierten Bulgaren verloren in Weißrussland mit 0:1, Vogts kassierte mit Aserbaidschan eine 0:1-Heimniederlage gegen Mazedonien. Hitzfeld schrammte mit den Schweizern nur knapp an einer Blamage vorbei und kam zu einem 2:1 in Liechtenstein. Zahlreiche Bundesliga-Profis zeigten sich wenige Tage nach dem Saisonauftakt am großen Testspiel-Tag bei ihren Nationalmannschaften treffsicher. Das vom früheren deutschen Bundestrainer Vogts betreute Aserbaidschan wartet damit weiter auf den ersten Länderspiel-Sieg in diesem Jahr. Goran Pandev von Inter Mailand erzielte in Baku das Tor für die Mazedonier (57. Minute). Der bislang letzte Sieg war dem deutschen Gruppengegner in der EM-Qualifikation am 12. Oktober 2010 mit 1:0 gegen die Türkei gelungen. Die beiden Qualifikationspartien gegen Deutschland gingen mit 1:6 und 1:3 verloren.
Die Eidgenossen unter Hitzfeld kamen zu einem mühevollen 2:1 (2:0). Der Leverkusener Eren Derdiyok (15.) erzielte in Vaduz die Schweizer Führung. Nach dem Eigentor von Martin Stocklasa (34.) kam Liechtenstein durch Marco Ritzberger (51.) noch zum Anschlusstreffer. In Diego Benaglio (VfL Wolfsburg), Derdiyok sowie den eingewechselten Beg Ferati (SC Freiburg), Timm Klose (1. FC Nürnberg) und dem Schalker Mario Gavranovic setzte Hitzfeld insgesamt auf fünf Profis aus der Bundesliga. Für den deutschen Rekordnationalspieler Matthäus war das 0:1 in Minsk die erste Länderspiel-Niederlage dieses Jahres mit Bulgarien. Für die vom deutschen Coach Bernd Stange trainierten Weißrussen war Sergej Kisljak erfolgreich (33.). Zuvor hatten die Bulgaren 2011 in vier Partien einen Sieg und drei Unentschieden erzielt. In der EM-Qualifikation rangiert das Matthäus-Team mit fünf Punkten auf dem vierten Platz der Gruppe G und trifft Anfang September auf Tabellenführer England. |