Paraguays Jubel auf dem Rasen wurde getrübt durch hässliche Szenen, die sich am Ende der Halbfinalpartie abspielten: Spieler beider Teams fackelten nicht lange und gingen auf dem Platz mit Fäusten und Tritten aufeinander los. Einen ersichtlichen Grund gab es zunächst nicht, die Nerven lagen blank. Polizisten mussten die Streithähne trennen. Zuvor war es einmal mehr in diesem Turnier der Torwart gewesen, der die Partie entschieden hatte. Paraguays Justo Villar hielt den Elfmeter des venezolanischen Innenverteidigers Franklin Lucena. Für Paraguay trafen Ortigoza, Barrios, Cristian Riveros, Osvaldo Martinez und Dario Verón, für Venezuela Giancarlo Maldonado, José Manuel Rey und Fedor. «Wir hatten Glück in den letzten Tagen und hatten es heute wieder. Wir müssen uns klar verbessern», gab Villar zu. Der Ex-Münchner Roque Santa Cruz meinte: «Hoffen wir, dass das Glück anhält.» Venezuela standen in der Verlängerung zweimal die Torpfosten im Weg. «Wegen der Pfosten sind wir nicht im Finale», schimpfte der venezolanische Stürmer Giancarlo Maldonado. «Wir haben alles getan, um zu gewinnen. Fußballerisch und physisch waren wir komplett. Aber die Pfosten waren nicht auf unserer Seite.» Für Coach Farías war klar: «Wir gehen mit dem Gefühl, dass wir Finalisten hätten sein können.» Im Endspiel will WM-Halbfinalist Uruguay mit einem Sieg Argentinien stürzen. Beide Copa-Großmächte haben derzeit jeweils 14 Titel - mit Nummer 15 würde sich Argentiniens Nachbarland am Río de la Plata als alleiniger Rekordhalter die Copa-Krone aufsetzen.
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