Die Nerven der 47 000 Fans im Stadion wurden strapaziert: Es gab Lattentreffer, Pfostenschüsse - und auch zwei Treffer, die wegen vermeintlichen Abseits nicht gegeben wurden. Doch es half alles nichts - in der 120. Minute stand es weiter nur 1:1. Im Elfmeterschießen trafen für Uruguay Forlán, Luis Suárez, Andrés Scotti, Walter Gargano und Martín Cáceres. Für die Albiceleste verwandelten Messi, Nicolás Burdisso, Javier Pastore und Higuaín. Nur Tevez patzte und entschied damit das Spiel. «Natürlich sind wir nicht glücklich. Aber ich habe immer gesagt, dass die Teilnahme an der WM (2014 in Brasilien) das Wichtigste ist. Das Projekt geht weiter», sagte Argentiniens Nationalcoach Sergio Batista. «Ich würde nicht von Scheitern sprechen.» Die Medien urteilten anders. «Nationales Scheitern», titelte die Sportzeitung «Olé». «Adiós zum Traum, die Copa in unserem Land zu gewinnen. Selbst Messi konnte uns nicht retten... Was geschieht jetzt mit dem Projekt von Batista?». Die Zeitung «Clarin» titelte in ihrer Online-Ausgabe: «Argentiniens Traum starb beim Elfmeterschießen.» Und «La Nacion» schrieb von einer «großen Enttäuschung». Für Uruguay kam der Sieg an einem historischen Datum. Vor genau 61 Jahren kippte das kleine südamerikanische Land schon einmal einen Giganten vom Sockel, als es am 16. Juli 1950 das WM-Finale in Rios Maracanã-Stadion gegen Brasilien gewann. Jetzt trifft Uruguay am Dienstag im ersten Halbfinalspiel auf Peru um HSV-Stürmer Paolo Guerrero. Die Peruaner bezwangen in Córdoba Kolumbien in der Verlängerung mit 2:0 (0:0). Am Sonntag sollten in den letzten Viertelfinals noch Brasilien gegen Paraguay sowie Chile gegen Venezuela spielen.
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