Trainer José Mourinho hat sich bei Real Madrid im Machtkampf mit Generaldirektor Jorge Valdano durchgesetzt. Der spanische Fußball-Rekordmeister trennte sich vorzeitig von dem Argentinier, wie Vereinspräsident Florentino Pérez bestätigte.
Nach dem Vorbild englischer Clubs solle Mourinho künftig im sportlichen Bereich die alleinige Führung übernehmen. Valdanos Vertrag lief noch bis 2013. Der Generaldirektor hatte nach der Wahl von Pérez zum Clubchef vor zwei Jahren das Amt übernommen und war bei den «Königlichen» lange die rechte Hand des Präsidenten. Nach der Verpflichtung von Mourinho geriet er jedoch bald in Konflikt mit dem Trainer. Der Coach lastete Valdano unter anderem Fehler in der Einkaufspolitik an. Er setzte durch, dass der Generaldirektor sich vom Kader fernhalten musste.
Valdano dagegen kam mit den rüden Methoden des Portugiesen, mit den Provokationen und den häufigen Klagen des Trainers über die Schiedsrichter nicht zurecht. Nach Ansicht des Argentiniers passte ein solches Vorgehen nicht zu den vornehmen Manieren, denen sich der Verein traditionell verpflichtet fühlt.