Insgesamt stehen 312 Tore als Profi-Fußballer, 283 für Juve und 184 in der Serie A auf Del Pieros Scorerliste. Um so einen Superstar muss sich jeder Club reißen. Juve aber scheint es mit der anstehenden Vertragsverlängerung nicht eilig zu haben und stößt damit seiner Symbolfigur vor den Kopf. Schon vor zwei Monaten hatte Del Piero erklärt, bei Juve seine Karriere beenden zu wollen. «Ich unterschreibe einen Blankovertrag», erklärte der Kapitän in einer Video-Botschaft. Seitdem ist im Piemont nichts passiert. «Juve macht sich das Leben wieder mal selbst schwer», kritisierte die «Gazzetta dello Sport» am Osterwochenende. Del Piero wartet auf ein klares Ja der Juve-Bosse, die ihrem Kapitän eigentlich zu Dank verpflichtet sind. Del Piero gehört nicht nur als Stürmer und Kopf der Mannschaft mit seinen 36 Jahren immer noch zu den Besten, er ist auch eine Institution beim Rekordmeister. Als der im Zuge des Liga-Manipulationsskandals 2006 zum Zwangsabstieg in die Serie B verurteilt wurde, hielt er der «Vecchia Signora» (Großen Alten Dame) des italienischen Fußballs die Treue und erklärte: «Ein Gentleman verlässt seine Dame nicht!» Die Juve-Bosse scheinen sich derzeit aber wohl mehr mit der Trainerfrage zu beschäftigen. Bleibt Luigi Del Neri oder kommt Ex-Juve-Coach Marcello Lippi zurück? Italiens Weltmeister-Trainer von 2006 hat nach dem WM-Debakel in Südafrika eine Auszeit genommen. Jetzt scheint er bereit für ein Comeback. Berichte über eine Rückkehr zu Juve wollte Lippi jedenfalls nicht dementieren. «Man soll niemals nie sagen», meinte Lippi. Unter ihm wäre Del Piero sicher weiterhin eine feste Größe bei Juve.
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