Ferguson bemängelte vor allem die mangelnde Chancenverwertung seines müde wirkenden Teams, das den gesperrten Wayne Rooney schmerzlich vermisste. Die Rote Karte für den üblen Tritt von Paul Scholes gegen Pablo Zabaleta (72.) versuchte er dagegen erst gar nicht zu entschuldigen. «Paul hat ab und an diese Momente, in denen ein roter Nebel über ihn kommt», sagte Ferguson. Nach der Pleite schwappten die Emotionen auf dem Platz ein wenig über. ManCity's Enfant terrible Mario Balotelli brachte die United-Fans und Profis mit unsensiblen Jubelgesten auf die Palme. Fast wäre es zu Handgreiflichkeiten gekommen. Mancini spielte die Kontroverse hinterher runter: «Sollen wir Balotelli dafür ins Gefängnis stecken?» Für Manchester United bleiben die europäische Königsklasse und die Hoffnung auf die 19. Meisterschaft in Englands Premier League. Die wurde umso größer, als der ärgste Verfolger FC Arsenal gegen den FC Liverpool nicht über ein 1:1 hinauskam. Robin van Persie schien mit einem verwandelten Foulelfmeter in der 98. Minute drei Punkte für die «Gunners» gesichert zu haben, doch Dirk Kuyt glich vier Minuten später ebenfalls per Strafstoß aus. Der Rückstand Arsenals auf Tabellenführer ManU beträgt sechs Spiele vor Saisonende nun sechs Punkte. Chelsea verteidigte mit dem 3:1 bei West Bromwich Albion Platz drei - West Ham gerät jedoch in immer größere Not. Die Londoner verloren mit Thomas Hitzlsperger zu Hause unglücklich 1:2 gegen Aston Villa und sind nun Vorletzter. Darren Bent erzielte den Siegtreffer für die Gäste in der letzten Minute.
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