UEFA-Präsident Michel Platini hat die Organisation der Fußball-Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine als «sehr große Herausforderung» bezeichnet.
«Doch wir kommen voran und werden unser Ziel erreichen. Wir biegen auf die Zielgerade ein - eine Zielgerade, die uns zu einer historischen Premiere führen wird», sagte der 55 Jahre alte Verbandschef in Paris bei seiner Begrüßungsrede auf dem 35. Kongress der Europäischen Fußball-Union. Tags zuvor hatte Generalsekretär Gianni Infantino Verzögerungen beim Stadionbau in der Ukraine eingeräumt. Die Stadien in Kiew und Lwiw würden nicht wie vorgesehen im Juni fertig, sondern erst im Oktober.
Außerdem regte Platini eine Reform des internationalen Spielkalenders an. Die UEFA werde sich «möglicherweise Gedanken über die Wettbewerbsformate und den internationalen Spielkalender machen müssen, um dem Nationalmannschafts-Fußball seinen rechtmäßigen Platz zurückzugeben», sagte der Franzose. Vor dem Hintergrund der WM-Vergabe 2022 an Katar und der Diskussion um eine WM im Winter oder Sommer waren zuletzt Forderungen nach einer Reform des Kalenders laut geworden
Der Verband beschloss zudem eine Zentralvermarktung der Fernsehrechte für die Qualifikationsspiele zu Welt- und Europameisterschaften. Alle Mitgliedsverbände hätten zugestimmt, teilte Platini mit. «Wir konnten alle 53 Unterschriften einholen und stehen somit vor dem Start in ein tolles Abenteuer». Die zentrale Vermarktung der Qualifikationspartien soll mit der Ausscheidung zur EM 2016 in Frankreich beginnen. Die UEFA garantiert allen Mitgliedsverbänden höhere Einnahmen als bei der bisher praktizierten Einzelvermarktung.