Werder entsetzt über Pokal-Knaller in München
Frankfurt/Main (dpa) - 22.08.2010, 12:27 Uhr
Die Mannschaften von Thomas Schaaf (l) und Louis Van Gaal treffen diesmal schon in der 2. Runde aufeinander.
«Glücksfee» Steffi Jones hat mit der Neuauflage des Vorjahresfinales Bayern München gegen Werder Bremen für den Kracher in der 2. Runde des DFB-Pokals und Entsetzen an der Weser gesorgt. Neben dem Topspiel bescherte die OK-Präsidentin der Frauenfußball-WM 2011 bei der Auslosung zwei weitere Bundesligaduelle: Eintracht Frankfurt empfängt am 26./27. Oktober den Hamburger SV, Jupp Heynckes muss mit Bayer Leverkusen bei seiner alten Liebe Borussia Mönchengladbach antreten. «Es ist schade für den deutschen Fußball, dass das Endspiel der letzten Saison jetzt schon in der zweiten Runde stattfindet», kommentierte Bremens Sportdirektor Klaus Allofs das «Hammerlos». Dennoch sinnt Werder auf Revanche für die 0:4-Finalschlappe vom Mai. «Für den Pokalsieg müssen wir sowieso alle schlagen, außerdem haben wir mit den Bayern ja auch noch eine Rechnung offen», sagte Sebastian Prödl. Und Torsten Frings meinte: «Das ist natürlich der schwerste Gegner, der uns zugelost werden konnte, aber auch gegen die Bayern kann man gewinnen.»
Beim Rekord-Pokalsieger wurde das Los ebenfalls mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Kapitän Mark van Bommel ließ jedoch keinen Zweifel an der Marschrichtung: «Unser Ziel ist auch in dieser Saison das Finale in Berlin. Von daher nehmen wir jeden Gegner, wie er kommt. Gegen Bremen ist es sicher kein Nachteil, dass wir vor eigenem Publikum spielen.» Vor einer Reise in die Vergangenheit steht Leverkusens Trainer Jupp Heynckes. Immerhin absolvierte der 65-Jährige in seiner Karriere 283 Bundesligaspiele für die Borussia, mit der er viermal Meister und einmal Pokalsieger wurde. «Das ist ein sportlich sehr schweres Los und keine einfache Aufgabe - noch dazu gegen eine Mannschaft, die mir natürlich sehr am Herzen liegt», erklärte Heynckes. Sein Mönchengladbacher Kollege Michael Frontzeck rechnet sich aufgrund des Heimvorteils etwas aus: «Mit unserem fantastischen Publikum im Rücken haben wir die Möglichkeit, weiterzukommen.» |