Der 1. FC Union Berlin hat sich in der ersten Runde um den DFB-Pokal blamiert und ist ausgeschieden. Gegen den Regionalligisten Hallescher FC unterlag der Fußball-Zweitligist mit 0:1 (0:1).
Vor 12 500 Zuschauern in der wegen Umbauarbeiten in Halle in die Leipziger Red-Bull-Arena verlegten Partie erzielte Christoph Klippel nach 39 Minuten das Tor des Tages. Wegen Abbrennens von Feuerwerkskörpern musste die Begegnung in der 88. Minute für dreieinhalb Minuten unterbrochen werden. Das könnte für die beim DFB schon mehrfach auffällig gewordenen Hallenser noch ein unangenehmes Nachspiel haben.
Von einem gutklassigen Pokal-Fight konnte lange Zeit keine Rede sein. Beide Teams wirkten nervös, spielerische Klasse konnte keiner nachweisen. Erst in der 23. Minute kam der Hauptstadt-Club zu seiner ersten und einzigen Chance im ersten Abschnitt. John Jairo Mosquera vergab aus aussichtsreicher Position. Von den Hallensern war im Angriff nichts zu sehen. Völlig überraschend kam daher die Führung, als Pavel David eine lange Flanke in den Strafraum schlug, wo Abwehrspieler Klippel nahezu unbedrängt zum Kopfball hochsteigen konnte und Jan Glinker im Union-Tor überwand.
Nach der Pause erhöhte Berlin den Druck und stand nach 59 Minuten vor dem Ausgleich. Doch die Direktabnahme von Jerome Polenz holte David in großem Stil von der Linie. Danach wurde die Partie besser, zumal die Berliner jetzt spritziger und mutiger nach vorn spielten und den Regionalligisten damit immer wieder in Schwierigkeiten brachte. Da aber Halle gegenhielt, entwickelte sich in den letzten 20 Minuten ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Mit der besten traf Patrick Kohlmann nur die Latte des Halleschen Tores (79.).