Aalener Sieg wäre wie «Lottogewinn» - Magath warnt
Aalen (dpa) - 15.08.2010, 15:50 Uhr
Schalke-Coach Felix Magath warnt vor dem Gegner.
In einer weiteren Ausgabe des DFB- Pokalduells «David gegen Goliath» streicht Drittligist VfR Aalen schon vor dem Anpfiff öffentlich die Segel. Doch der deutsche Vize-Meister FC Schalke 04 will sich vor dem Erstrundenspiel bei den Schwaben am Montag nicht einlullen lassen. «Die Aufgabe in Aalen ist nicht so einfach, wie sie vom Papier her scheint», erklärte Schalkes Verteidiger Benedikt Höwedes. «Wir müssen die Partie von der ersten Minute an hochkonzentriert angehen, damit es am Ende kein böses Erwachen gibt.» Doch glaubt man Aalens Trainer Rainer Scharinger, ist solche Vorsicht gar nicht erforderlich. «Die Chance weiterzukommen ist vergleichbar mit der auf einen Lottogewinn», erklärte der 43 Jahre alte frühere Bundesliga-Profi des SSV Ulm. Früher habe es solche Überraschungen noch gegeben. «Aber heute sind die Unterschiede einfach zu groß.» Dennoch steige bei ihm die «Vorfreude um 5000 Prozent», sagte Scharinger der «Schwäbischen Zeitung». «Schalke, Live-Übertragung, Magath, Raúl - wenn ich mir etwas hätte wünschen können, dann das.»
Schalke-Trainer Felix Magath warnte sein Team vor dem Gegner, dessen eigens um eine Zusatztribüne erweiterte Scholz-Arena mit 13 452 Zuschauern ausverkauft ist. «Wir wissen, dass wir nicht die Ersten wären, die Schwierigkeiten in der ersten Pokalrunde bekommen würden», sagte Magath. Er ließ den VfR deshalb gleich dreimal beobachten und kam zu dem Schluss, dass die «junge, homogene Mannschaft» gut über die Außenpositionen komme und «gefährliche Pässe in die Spitze» spiele. Allerdings müssen die Gastgeber im defensiven Mittelfeld möglicherweise auf Jürgen Mössmer verzichten. Der 21-Jährige zog sich eine schwere Rippenprellung zu. Für ihn könnte Benjamin Barg auf die Position vor der Abwehr rücken, für dessen Aufgabe in der Innenverteidigung des VfR wiederum Marcel Klefenz ein Kandidat wäre.
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