Elversberg (dpa) - 14.08.2010, 23:01 Uhr

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Fußball-Bundesligist Hannover 96 hat sich erneut in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals blamiert. Zwölf Monate nach dem 1:3 bei Eintracht Trier unterlagen die Niedersachsen vor 2700 Zuschauern beim saarländischen Regionalligisten SV Elversberg mit 4:5 im Elfmeterschießen.
Nach 90 Minuten und der Verlängerung hatte es torlos gestanden. Der Saarland-Pokalsieger verdiente sich die faustdicke Überraschung durch eine kämpferisch, läuferisch und spielerisch überragende Leistung. Für Hannover verschoss Mikael Forsell einen Elfmeter.
«Das ist eine Riesen-Enttäuschung, ein ganz bitterer Saisonstart», sagte ein fassungsloser 96-Trainer Mirko Slomka. Bitter stieß dem Fußball-Lehrer auf, dass «wir es bei allem Respekt vor dem Gegner in 120 Minuten nicht geschafft haben, einen Treffer zu erzielen». «Für die Bundesliga ist das zu wenig», meinte Slomka.
Der Saarland-Pokalsieger verdiente sich die faustdicke Überraschung durch eine kämpferisch, läuferisch und spielerisch überragende Leistung. Während alle fünf Elversberger trafen, schoss Mikael Forsell einen Strafstoß weit übers Tor. «Ein großes Kompliment an meine Mannschaft. Sie hat es geschafft, gegen einen Bundesligisten kaum Torchancen zuzulassen. Jetzt freuen wir uns auf die nächste Runde», erklärte Elversbergs Trainer Günter Ehrhardt.
«Hannover ist vielleicht ein Gegner, bei dem wir auf Augenhöhe mitspielen können», hatte Ehrhardt vor dem Anpfiff geäußert. Er sollte recht behalten, denn beim ideenlosen Spiel der Niedersachsen, die in der zur Zeit besten Aufstellung antraten, drohte kaum Gefahr. Sein taktisch klug eingestelltes Team ließ Hannover nicht zur Entfaltung kommen. Zwar hatten die «Roten» mehr Spielanteile, aber Tormöglichkeiten erspielten sie sich nicht. Der finale Pass kam nicht an.