Neuer Name bewirkt Wunder: Windeck gegen FC Bayern
Mainz (dpa) - 06.06.2010, 12:02 Uhr
Die Spieler des FC Bayern stehen auf dem Balkon vom Münchner Rathaus mit dem DFB-Pokal.
Der neue Vereinsname bewirkt Wunder: Seit der Fusion und der Umbenennung in TSV Germania Windeck ist dem Fünftligisten aus der Nordrhein-Westfalen-Liga das (Los-)Glück hold. Erst den FC Schalke 04, nun den deutschen Rekordmeister FC Bayern München in der 1. Runde des DFB-Pokals. TSV-Präsident Heinz Georg Willmeroth war völlig außer sich, als Fußball-Nationalspielerin Kim Kulig die Germanen als Bayern-Gegner zuloste. Gespielt wird zwischen dem 13. und 16. August. «Das ist nicht zu fassen. Ich weiß nicht, was wir gemacht haben», sagte er nach der Auslosung im Aktuellen Sportstudio des ZDF. Der dem FC Bayern unterlegene Finalist Werder Bremen muss beim künftigen Drittligisten Rot-Weiss Ahlen antreten, Vizemeister Schalke spielt bei Viertliga-Aufsteiger VfR Aalen. Zweitliga-Aufsteiger und Pokalschreck VfL Osnabrück, der in der vergangenen Saison bis ins Viertelfinale gestürmt war, startet gegen den Erstliga-Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern. Das Finale im DFB-Pokal 2010/2011 findet am 21. Mai 2011 im Berliner Olympiastadion statt.
Zum 100-jährigen Vereinsjubiläum im Mai gibt es nun das I- Tüpfelchen für den früheren FC Germania Dattenfeld. Der TSV Germania Windeck aus dem Ortsteil Dattenfeld, der nach der Fusion im Juni 2009 mit dem 1. FC Windeck und dem TSV Dreisel nun unter neuem Namen auftritt, darf sich mit dem Münchner Starensemble messen. In den Reihen der bislang unbekannten Germanen, die gegen Schalke 0:4 unterlagen, steht mit Trainer Heiko Scholz immerhin ein ehemaliger Nationalspieler (8 Einsätze), der als Co- und Interims-Trainer von 2003 bis 2009 beim MSV Duisburg Bundesliga-Luft schnupperte. Am 14. Dezember 2009 übernahm Scholz, der wie Michael Ballack im sächsischen Görlitz geboren wurde, dann das Traineramt bei den Germanen. Wie schon im Vorjahr gegen Schalke werden die Germanen aus Kapazitäts- und Sicherheitsgründen wohl wieder im Kölner RheinEnergieStadion spielen. Die Heimspielstätte des Vereins ist der Germania Sportpark im Dattenfelder Ortsteil Übersetzig (WECO-Arena). Für den bislang nur Stehplätze fassenden Sportplatz wird gerade eine mindestens 250 Zuschauer fassende Tribüne gebaut. Bei wichtigen Spielen weicht der Verein auch ins das größere Flughafenstadion (12 000 Zuschauer) aus.
|