Seinen bemitleidenswerten Gegenspielern entwischte er, aber den Fotografen konnte Arjen Robben nicht davonlaufen. Der Superstar des FC Bayern schnappte sich den Pokal, setzte zu einem Kurvenlauf an - und brach ihn aber ab, um den Pott im Blitzlichtgewitter zu präsentieren.
Auch beim Feiern bestimmte der Niederländer das Geschehen. Gemeinsam mit Franck Ribéry bildete der alles und alle überragende Robben eine Flügelzange, die bei den Bremern Angst und Schrecken verbreitete. «Robben und Ribéry bringen ein Extra», lobte Trainer Louis van Gaal den Gala-Auftritt. «Sie haben auch in der Ordnung gespielt», wie der Niederländer die taktische Disziplin umschreibt. «Sie haben gespielt wie Mittelfeldspieler, aber mit den Kapazitäten von Stürmern. Wir haben gesehen, dass es immer besser geht.»
Während Ribéry eine kleine Anlaufphase benötigte, wirbelte Robben die Bremer Deckung von Beginn an durcheinander, ließ Tim Borowski und Sebastian Boenisch stehen wie Fahnenstangen. «Ich habe eines meiner besten Spiele in dieser Saison gespielt», sagte der niederländische Star. Ob er die Gegner weiter mit Ribéry in die Zange nehmen kann, ist indes offen. Der Vertrag des Franzosen läuft aus, angeblich soll er nun bei Chelsea auf der Einkaufsliste stehen. Nicht nur van Gaal wäre «enttäuscht, wenn er nicht mehr für uns spielen kann».