Deutlich weniger zur Attraktivität des Spiels trugen die Bremer bei. Werder-Coach Thomas Schaaf, der seinen vierten Cup-Sieg verpasste, hatte sein Team kurzfristig umstellen müssen. Für den an muskulären Problemen laborierenden Petri Pasanen kam Sebastian Boenisch auf der linken Abwehrseite zum Zuge. Eine Überraschung bei den Grün-Weißen war der Einsatz von Spielgestalter Mesut Özil als zweite Spitze neben Claudio Pizarro. Die taktische Maßnahme verfehlte indes ihre Wirkung, denn in ungewohnter Rolle blieb der Nationalspieler 45 Minuten lang blass. Nach der Pause korrigierte Schaaf seine Aufstellung, brachte Hugo Almeida als zweiten Angreifer, bewirkte damit aber keine Wende mehr. Das Duell der beiden besten Sturmreihen der Liga begann spektakulär. Schon in der 3. Minute lieferte Robben eine erste Kostprobe seiner Schusstechnik, doch Tim Wiese lenkte den Ball aus 18 Metern über die Latte. Dann setzte auch Werder ein Achtungszeichen durch Pizarro, der nach tollem Solo im Strafraum in Jörg Butt seinen Meister fand. Der in letzter Minute auf den WM-Zug aufgesprungene Bayern-Schlussmann parierte auch den Nachschuss von Frings (8.). Dann war wieder Robben der Mann mit den besten Ideen. In der 24. Minute verfehlten Müller und Olic eine scharfe Hereingabe des Niederländers aus kurzer Distanz, dann verfehlte «Super-Arjen» nach Doppelpass mit Müller das Bremer Gehäuse (30.). Gegen das Strafstoß- Geschoss von Robben war aber auch Elfmeter-«Killer» Wiese machtlos. Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer aus Herne hatte zu Recht auf den Punkt gezeigt, nachdem Per Mertesacker bei seiner Abwehraktion gegen Olic die Hand zu Hilfe genommen hatte. Das mögliche 2:0 verpasste kurz vor der Pause Müller (42.) auf Zuspiel von Ribéry. Das Versäumte holte Olic sechs Minuten nach Wiederbeginn nach, und wieder war Mertesacker beteiligt. Der Nationalverteidiger köpfte Robbens Eckball an den Rücken von Daniel van Buyten, den Abpraller drückte der Kroate reaktionsschnell über die Linie. Dagegen war von den Bremern außer einer Chance für den eingewechselten Almeida (48.) im zweiten Durchgang wenig zu sehen. Mit einem Solo beseitigte schließlich Ribéry auch die letzten Zweifel am verdienten Sieg der Bayern. Auch bei diesem Treffer war Wiese, der sich ebenso wie WM- Konkurrent Butt keinen Fehler leistete, völlig machtlos. Auf Zuspiel von Philipp Lahm setzte Schweinsteiger schließlich den Schlusspunkt.
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