Fan-Feiern im Regen: Party-Stimmung in Berlin
Berlin (dpa) - 15.05.2010, 17:39 Uhr
Fußball-Begeisterte feiern im Europacenter in Berlin.
Beim vorerst letzten Fußballfest in der künftig bundesligafreien Zone Berlin haben sich die Fans von Bayern München und Werder Bremen vom Dauerregen die Partylaune nicht verderben lassen. Ausgelassen, aber überwiegend friedlich feierten die Anhänger in Rot-Weiß und Grün-Weiß auf dem Kurfürstendamm und stimmten sich auf das DFB-Pokalfinale am Abend im Berliner Olympiastadion ein. Seit 25 Jahren wird das Duell der besten Pokalmannschaften Deutschlands im Stadion des WM-Finales von 2006 ausgetragen. Und nach dem Abstieg der blau-weißen Hertha aus der Bundesliga ist es für die heimischen Fans nur ein schwacher Trost, dass der Vertrag über die Ausrichtung des mit 75 000 Zuschauern stets ausverkauften Spektakels gerade für weitere fünf Jahre verlängert worden ist.
Bizarr mutete für die Berliner an, dass ausgerechnet die A-Jugend von Hertha BSC zum DFB-Pokalfinale gegen 1899 Hoffenheim auflief, nachdem die «Alte Dame» in den zurückliegenden Jahren vergeblich auf eine Heim-Kulisse im Pokal-Endspiel gehofft hatte. Allerdings kamen die Junioren wegen des strömenden Regens um den Genuss eines Spiels im Olympiastadion und mussten ins benachbarte Amateurstadion ausweichen. Dort unterlagen sie Hoffenheim mit 1:2 (1:2) und machten die Pleitensaison der Hauptstädter perfekt. Allein den Hertha-Bubis, dem U23-Nachwuchs, war 1993 das «Wunder» geglückt. Das Finale verloren die blau-weißen Nachwuchs-Kicker aber gegen Bayer Leverkusen nach dem Treffer von Ulf Kirsten mit 0:1. Auch schon neun Jahre ist es nun her, dass mit dem 1. FC Union letztmalig eine Hauptstadt-Club das Pokalfinale im Mekka Olympiastadion erreichte. Aber auch die damals drittklassigen Unioner konnten nach dem 0:2 gegen den FC Schalke 04 den Pott nicht in Berlin behalten. |