Kleiner Mann ganz groß: Fußball-Nationalspieler Marko Marin verzückt Werder Bremen. «Das ist kein Formhoch, das ist Normalität. Man sieht, wie wichtig er für uns ist», schwärmte Werder-Clubchef Klaus Allofs nach der Gala Marins beim Halbfinalsieg Werders im DFB-Pokal gegen Augsburg.
Dank seiner individuellen Klasse setzte Bremen die Überlegenheit auch in Tore um. Ein schnelles Dribbling, Augsburgs Keeper Simon Jentzsch verladen, schon war Werder nach 30 Minuten auf der Siegerstraße.
«Er wird immer effektiver», lobte Mitspieler Per Mertesacker den seit seiner Zeit bei Borussia Mönchengladbach «Zauberzwerg» genannten Marin. Bei der Frage nach seinem früheren Schützling strahlte auch Augsburgs Trainer Jos Luhukay - das einzige Mal an diesem Abend. «Ich freue mich für ihn. Er hat eine tolle Entwicklung gemacht», sagte Luhukay, der Marin einst in Gladbach zum Nationalspieler machte.
Trotz seiner herausragenden Fähigkeiten kommt der kleine Dribbelkönig bei Bundestrainer Joachim Löw nicht über die Rolle des Reservespielers hinaus. Auch gegen Augsburg wurden seine Schwächen offensichtlich: defensiv unauffällig und oft zu ballverliebt. Auch Allofs ermahnte Marin, weiter zu arbeiten: «Körperlich muss er noch zulegen. Er ist längst noch nicht am Ende.»