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Bayern im Stile eines Champions: 4:0 in Frankfurt

Frankfurt/Main (dpa) - 28.10.2009, 22:45 Uhr

Bayerns Anatoli Timoschtschuk (r) kämpft mit Martin Fenin um den Ball.
Bayerns Anatoli Timoschtschuk (r) kämpft mit Martin Fenin um den Ball.

Frankfurt/Main (dpa) - Im Stile eines Champions hat der FC Bayern München die Pokal-Hürde Eintracht Frankfurt gemeistert und sich mit einem 4:0 (3:0)-Schützenfest die Chance auf das Titel-Triple in dieser Saison erhalten.

Der Rekordmeister stürmte mühelos ins DFB-Pokal-Viertelfinale und unterstrich mit dem bärenstarken Auftritt seine Ambitionen auf den 15. Cup-Gewinn. Vor 51 500 Zuschauern in der ausverkauften Frankfurter WM-Arena schossen Miroslav Klose (14./19. Minute), Thomas Müller (29.) und Luca Toni (52.) den auch in der Höhe verdienten Bayern-Sieg heraus. «Wir haben sehr stark gespielt. Deshalb hatte die Eintracht keine Chance. So stelle ich mir das vor», sagte Bayern-Manager Uli Hoeneß.

«Jeder Sieg bringt mehr Selbstvertrauen. Deshalb war der Erfolg wichtig. Ich bin sehr zufrieden mit dem Auftritt. Für uns ist es wichtig, dass wir im Pokal weiter dabei sein», meinte FCB-Trainer Louis van Gaal. «Der Qualitätsunterschied hat sich von der ersten bis zur letzten Minute gezeigt», fand Eintracht-Trainer Michael Skibbe. «Bayern war uns in allen Belangen überlegen. Wir sind förmlich deklassiert worden», sagte sein Vorstandschef Heribert Bruchhagen.

Vier Tage nach dem glücklichen 2:1-Erfolg in der Bundesliga agierten die Bayern von Beginn an mit breiter Brust und führten die Hausherren vor. Aggressiv in den Zweikämpfen und kombinationssicher im Passspiel präsentierte sich der Rekord-Pokalsieger, bei dem Nationalstürmer Mario Gomez nur zu einem 20-minütigen Kurz-Einsatz kam und Arjen Robben ganz auf der Bank blieb.

Die Frankfurter, die gedanklich überhaupt nicht auf der Höhe waren und gegen die munter drauflos stürmenden Gäste immer einen Schritt zu spät kamen, wurden schon zur Pause mit einem gellenden Pfeifkonzert in die Kabine verabschiedet. Die Abwehr wirkte bei den schnellen Bayern-Vorstößen überfordert, das Mittelfeld lief der Musik nur hinterher und der Sturm war nicht existent.    


Schon nach neun Minuten verpasste Daniel van Buyten, der im Ligaspiel mit seinem Treffer kurz vor Schluss zum Matchwinner avanciert war, per Kopf nur knapp das Tor. Müller zielte wenig später aus 18 Metern ebenfalls vorbei, ehe Klose per Doppelschlag frühzeitig die Weichen auf Sieg stellte. Zunächst traf der Nationalstürmer nach tollem Zuspiel von Mark van Bommel mit einem feinen Heber über Eintracht-Torwart Oka Nikolov hinweg zum 1:0, dann war der 31-Jährige mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze erfolgreich.

Zum desaströsen Auftritt der Hessen im ersten Abschnitt passte die Entstehung des dritten Tores. Ein Rückpass von Manndecker Maik Franz landete vor den Füßen von Klose, dessen Querpass der mitgelaufene Müller nur noch ins leere Tor schieben musste. «Von mir war es das schlechteste Spiel seit langem. Da kann ich mich nur entschuldigen», sagte Franz.

Nach der Pause brachte van Gaal für van Buyten den Argentinier Martin Demichelis, der in der Liga nach knapp dreimonatiger Verletzungspause sein Kurz-Comeback gefeiert hatte. Eintracht-Coach Skibbe brachte in Selim Teber und Nikos Liberopoulos gleich zwei frische Kräfte und stellte zudem personell auf einigen Positionen um. Nachhaltige Wirkung erzielte er damit allerdings nicht, denn nur sieben Minuten nach Wiederanpfiff erhöhte Toni mit seinem ersten Pflichtspiel-Treffer in dieser Saison auf 4:0.

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