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Hoffenheim siegt standesgemäß - 4:0 gegen Koblenz

Sinsheim (dpa) - 28.10.2009, 22:28 Uhr

Der Hoffenheimer Vedad Ibisevic (r) zieht ab und erzielt den Treffer zum 2:0.
Der Hoffenheimer Vedad Ibisevic (r) zieht ab und erzielt den Treffer zum 2:0.

Dank Freistoß-Künstler Sejad Salihovic steht Fußball-Bundesligist 1899 zum dritten Mal im Viertelfinale des DFB-Pokals.

Der Bosnier zirkelte den Ball in der 50. Minute ins Tor von Zweitligist TuS Koblenz und ebnete damit den Weg zum letztlich noch standesgemäßen 4:0 (0:0)-Erfolg des Bundesliga-Sechsten gegen den Drittletzten der Zweiten Liga. Vor 18 050 Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena erzielten Vedad Ibisevic (67.), Maicosuel (71.) Marvin Compper (90.) die weiteren Treffer gegen die sich tapfer wehrenden Rheinländer.

Der Koblenzer Trainer Uwe Rapolder hatte vor dem Hoffenheimer Hochgeschwindigkeits-Fußball gewarnt. «Wenn die einmal ins Rollen kommen, sind sie kaum noch zu stoppen», hatte er seinem Team mit auf den Weg gegeben. Doch zunächst rollte nur ein Bummelzug aufs TuS-Tor zu. 1899, ohne Andreas Beck, Josip Simunic, Demba Ba und zunächst auch Chinedu Obasi, kam nicht zurecht mit dem Defensivsystem des Zweitligisten. Die Räume waren gut zugestellt, das Flügelspiel lahmte und schon liefen sich die Hoffenheimer immer wieder fest. Torchancen waren selten und entsprangen Standards. Zwei Freistöße von Sead Salihovic (32./44.) brachten jedenfalls etwas Gefahr.

Die Koblenzer, die erstmals nach langer Verletzungspause wieder Emmanuel Krontiris im Team hatten, kamen nur hin und wieder über die Mittellinie. Hohe Bälle auf ihren einzigen Stürmer, Kapitän Shefki Kuqi, waren zur Entlastung ein probates Mittel. Das Spiel war auf Defensive gepolt.

Mit Obasi für den überforderten 19-jährigen Franco Zuculini sollte das 1899-Angriffsspiel nach der Pause gefährlicher werden. Doch nach 21 Minuten war sein Arbeitstag beendet. Er musste wegen erneuter Muskelschmerzen im Oberschenkel wieder auf die Bank. Eine Standardsituation brachte die Führung. Salihovic traf per Freistoß an Freund und Feind vorbei ins lange Eck. Das spielte den Hoffenheimern in die Karten. Sie hatten nun ein bisschen mehr Platz zum Kombinieren. Ibisevic zerstreute mit dem zweiten Treffer letzte Zweifel am Sieg. Danach hatten Maicosuel und Compper gegen die aufsteckenden Koblenzer leichtes Spiel.


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