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Fürth feiert Pokal-Party und Millionen-Einnahme

Fürth (dpa) - 28.10.2009, 12:58 Uhr

Der Fürther Trainer Benno Möhlmann hat sein Team in das Viertelfinale geführt.
Der Fürther Trainer Benno Möhlmann hat sein Team in das Viertelfinale geführt.

Ausgelassen tanzten die Fürther Pokal-Helden in der Kabine und grölten Siegeslieder, draußen geriet Präsident Helmut Hack nach dem Coup gegen den VfB Stuttgart ins Schwärmen.

«Für den Verein ist das ein ganz großer Tag. Ich bin wunschlos glücklich. Alle Träume der letzten Tage haben sich erfüllt», sagte der Präsident der SpVgg Greuther Fürth. Durch das 1:0 (1:0) gegen die Schwaben zogen die Franken zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte in das Viertelfinale des DFB-Pokals ein und haben im Cup-Wettbewerb in diesem Jahr insgesamt schon rund zwei Millionen Euro verdient. «Das war wirtschaftlich der wichtigste Sieg der letzten zehn Jahre», betonte der Vereinschef des Zweitligisten mit einem Etat von 6,7 Millionen Euro.

Ein Tor von Bernd Nehrig (32. Minute) machte den Traum vom Viertelfinal-Einzug wie schon in der Saison 2003/04 wahr. «Alle haben mitgefiebert und wenn man dann noch das Tor schießen kann, ist es wunderschön», schwärmte der langjährige Stuttgarter, der aber auch mit dem alten Club fühlte. «Das ist schade für einen Verein, wo man so lange war, dass es da jetzt eine Krise gibt und womöglich der Trainer entlassen wird.» Hätten die Stuttgarter so aufopferungsvoll gekämpft wie die Fürther und ihre Chancen genutzt, wäre ihnen der Ärger erspart geblieben.

Als die VfB-Profis - auch mit Gedanken an ihren Coach Markus Babbel - schon lange den Rasen verlassen hatten, feierten die Fürther Kicker noch ausgiebig mit ihren Fans unter den 11 800 Zuschauern. «Es war ein geiles Spiel. Vor allem zum Schluss, als wir uns voll reingehauen haben. Es war eine unglaubliche Herausforderung, aber wir haben den Sieg über die Zeit gerettet», sagte Abwehrmann Jan Mauersberger. Eine Pokal-Prämie habe man noch nicht ausgehandelt, sagte der 24-Jährige. «Das Geld ist schön und gut. Aber wichtig ist, ganz Deutschland schaut zu. Wir zählen jetzt zu den acht besten Mannschaften im Pokal.»

Da gewährte auch der sonst gleich nach dem Abpfiff auf das nächste Spiel fokussierte Fürther Trainer Benno Möhlmann erst einmal den verdienten Genuss des Pokal-Coups. «Wir haben Leidenschaft gezeigt, gekämpft und die Fehler gegenseitig wieder wett gemacht. Aber wir haben auch Glück gebraucht, das wollen wir nicht verschweigen», sprach Möhlmann die Schlussphase an, in der die Stuttgarter gegen müder werdende Franken doch noch ihre Torchancen hatten. «Wenn man sieht, wie ein Stuttgarter Spieler alleine vor dem Tor steht, bleibt dir das Herz stehen», sagte Stephan Fürstner, der Nehrig den Treffer vorhergesagt hatte. «Ich hatte so ein Gefühl und hab ihm gesagt, dass er 'ne Kiste macht.»


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