Treueschwüre für Basler - Köln träumt von Berlin
Trier (dpa) - 28.10.2009, 11:42 Uhr
Der Kölner Youssef Mohamad (r) jubelt nach seinem Treffer zum 2:0 in Trier.
Trier (dpa) - Für den einen ist das Kapitel DFB-Pokal beendet, der andere hat Berlin als Traumziel für das Finale fest im Blick. «Jetzt ist der Pokal aus den Köpfen, jetzt gilt alle Konzentration der Regionalliga», sagte Mario Basler. Für den Trainer von Eintracht Trier wird die Luft nach dem 0:3 (0:2) im Pokal-Achtelfinale gegen den Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln immer dünner. Doch selbst nach der fünften Pflichtspiel-Niederlage des West-Regionalligisten in Serie steht der Ex-Nationalspieler bei seinem Club hoch im Kurs. «Er steht nicht zur Disposition», beteuerte der Sportliche Leiter Fritz Fuchs. «Es gibt keine Probleme zwischen Mannschaft und Trainer», ergänzte Stürmer Sahr Senesie. Doch der in seiner aktiven Zeit zwischen «Genie und Wahnsinn» wandelnde 40-Jährige weiß um die Mechanismen des Geschäfts und den Wert von Treueschwüren. «Wenn du vier, fünf Mal nicht gewonnen hast, dann sind die Diskussionen normal», sagte Basler.
Bis 2012 steht er unter Vertrag bei dem Viertligisten, den er 2008 erst als Trainer und später als Teammanager übernommen hat. Ob er den Kontrakt erfüllen darf, entscheidet der Liga-Alltag. In der Stadt und beim Club hat sich der einstige Ballkünstler durchaus Verdienste erworben. Arbeitseifer, professionelle Einstellung und Ernsthaftigkeit kennzeichnen seine sportliche Arbeit. Seine Popularität öffnet dem bekennenden Weißbier-Trinker viele Türen und spült mit PR-Maßnahmen auch Geld in die chronisch leeren Kassen des einstigen Zweitligisten, der so gern in den bezahlten Fußball zurückwill. «Wir müssen wieder anfangen zu punkten», forderte Basler, «aber wir strotzen im Moment nicht vor Selbstvertrauen.» Das sind keine idealen Voraussetzungen, um vom zwölften Platz in der Regionalliga West wieder in die Aufstiegszone zurückzukehren. |