Zufriedene Gesichter in Frankfurt nach Torflut
Frankfurt/Main (dpa) - 24.09.2009, 13:10 Uhr
Frankfurts Torschütze Caio (l) jubelt mit Chris und Schwegler (r) über das frühe 1:0.
Frankfurts Trainer Michael Skibbe freute sich über einen «wahnsinnig unterhaltsamen» Abend, der ihm «Riesenspaß» gemacht habe. Was zumindest vom Ergebnis - 6:4 (3:1) gegen Zweitligist Alemannia Aachen - her einleuchtete. Schließlich bedeutete der Sieg für den Erstliga-Club Eintracht Frankfurt den Einzug ins Achtelfinale des DFB- Pokals. Aber auch Aachens unterlegener Coach Michael Krüger war nach seiner Premiere auf der Bank des Traditionsclubs «richtig stolz» auf sein Team, das gegen die in Halbzeit zwei die Ordnung verlierende Eintracht einen 1:5-Rückstand fast noch wettgemacht hätte. Dabei hatte der Abend für den neuen Entscheidungsträger beim Zweitliga-Elften alles andere als erfreulich begonnen. Krüger lächelte noch in die Kameras der vor ihm postierten Fotografen, da lag seine Mannschaft durch einen Abstauber von Frankfurts «Problem- Brasilianer» Caio (1. Minute) bereits mit 0:1 zurück. Kaum hatte sich Krüger, der Dienstagnacht in einer in die Annalen der Aachener Clubgeschichte eingehenden Aktion den Trainerposten am Tivoli erhalten hatte, von diesem Schock erholt, klingelte es schon wieder im Gehäuse von Alemannia-Keeper Thorsten Stuckmann - Nikos Liberopoulos hatte getroffen (5.).
Wie seine Spieler nach diesem Schock-Start und auch im zweiten Durchgang, als es nach Toren von Lukasz Szukala (45./Eigentor), Liberopoulos (50.) und Alexander Meier (53.) bei einem eigener Treffer von Babacar Gueye (23.) plötzlich 1:5 stand, noch einmal zurückkamen, stimmte Krüger zuversichtlich. «Schließlich kann das ja auch schon mal richtig bitter werden», meinte der 55-Jährige. Doch Benjamin Auer (65./72) und Gueye (87.) brachten den Favoriten sogar noch einmal kurz in Bedrängnis, ehe Selim Teber per Strafstoß alles klar machte (90.). Dass es vor 27 450 Zuschauern in der Frankfurter Commerzbank Arena kein Debakel für die Alemannia gab, lag aber auch am unkonzentrierten Auftritt der Gastgeber. «Nach den schnellen Toren ist die Spannung verloren gegangen. Das darf natürlich nicht passieren, ist aber auch kein Beinbruch. Ich denke, die Zuschauer sind heute gut unterhalten worden», sagte Skibbe. Vor der Saison hatte er begeisternden Offensiv-Fußball propagiert, gegen Aachen stimmte zumindest im Vorwärtsgang die Leistung. Zufrieden lief auch Frankfurts Finanzvorstand Thomas Pröckl nach Spielschluss durch die Katakomben, schließlich spült das Weiterkommen rund 500 000 Euro in die klammen Kassen der Hessen. «Wir freuen uns über jeden Cent», sagte Pröckl. Vorstandsboss Heribert Bruchhagen dachte bereits eine Runde weiter. «Jetzt wünsche ich mir Eintracht Trier», sagte der 61-Jährige. Bereits vor der ersten Runde hatte sich Bruchhagen Kickers Offenbach als Gegner gewünscht - und recht behalten.
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