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Hunt erleichtert Werders Warten auf Özil

Bremen (dpa) - 24.09.2009, 15:35 Uhr

Bremens Torschütze Aaron Hunt freut sich mit Marcelo Moreno (l).
Bremens Torschütze Aaron Hunt freut sich mit Marcelo Moreno (l).

Werders Warten auf Mesut Özil hat auch etwas Gutes: Den Formanstieg von Aaron Hunt. Mit einem Tor und vielen guten Pässen war der hoch veranlagte Linksfuß des Bremer Bundesligisten beim 2:1 (1:0)-Arbeitssieg gegen den Nord-Nachbarn FC St. Pauli der beste Mann auf dem Platz.

«Er hat die Vorbereitung komplett mitgemacht und keine Wehwehchen. Wenn er so am Ball bleiben kann, wird er eine sehr gute Saison spielen», lobte Werder- Geschäftsführer Klaus Allofs den 23-Jährigen nach dem Einzug ins DFB-Pokal-Achtelfinale.

Schon vor zwei, drei Jahren hatte der Macher des Titelverteidigers in Hunt Bremens «nächsten Nationalspieler» gesehen. Doch eine lange Leidenszeit - zuletzt klagte der Offensiv-Allrounder über chronische Kniebeschwerden - verhinderte den Durchbruch des gebürtigen Harzers. Nun scheint er auf gutem Weg, vielleicht doch noch seinen Ruf als «ewiges Talent» abzulegen. Hunt jedenfalls ist optimistisch. «Ich komme immer besser in Fahrt», sagte das Werder-Eigengewächs, das gegen die Hamburger für die Führung gesorgt hatte (28. Minute).

Hunts starke Vorstellung gegen die St. Paulianer, für die Charles Takyi (75.) zwischenzeitlich ausgeglichen hatte, lässt die Bremer Verantwortlichen vor dem Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 relativ entspannt auf Özils Genesungsfortschritte blicken. Hartnäckige Kniebeschwerden verhinderten zuletzt den Einsatz des neuen Nationalelf-Lieblings, mit dessen Rückkehr aber schon gegen die Mainzer zu rechnen ist. «Es sieht gut aus. Das Knie ist besser geworden und ich hoffe, dass es für Samstag reicht», sagte Trainer Thomas Schaaf nach dem Training.

Sollte es für Özil aber doch nicht reichen, wird wohl Hunt gegen die Mainzer erneut den Taktstock im Mittelfeld schwingen - in seiner derzeitigen Form wohl nicht zum Leidwesen des Bremer Kombinationsfußballs. «Er hat im Grunde das gleiche Repertoire wie Mesut», meinte Allofs, der auch keine Probleme darin sähe, falls beide in der Startformation auftauchten: «Dann werden wir so spielen, dass sie sich nicht über den Haufen laufen.»

Während Hunt gegen St. Pauli die Gunst der Stunde nutzte, ließen die überraschend aufgebotenen Marcelo Moreno und Markus Rosenberg ihre Chancen aus. Trainer Thomas Schaaf nahm den beiden glücklosen Angreifern die Torschusspanik aber nicht krumm. «Wir müssen ihnen die Praxis geben. Es ist wichtig, dass wir alle mit ins Boot holen», sagte Schaaf, der froh war, dass am Ende Naldo (81.) sein Team vor der drohenden Verlängerung bewahrte.


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