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Köln schlägt Wolfsburg in packendem Pokal-Fight

Köln (dpa) - 23.09.2009, 22:49 Uhr

Kölns starker Lukas Podolski (l) gratuliert dem Doppeltorschützen Manasseh Ishiaku.
Kölns starker Lukas Podolski (l) gratuliert dem Doppeltorschützen Manasseh Ishiaku.

Ein überragender Manasseh Ishiaku im Trikot des 1. FC Köln hat den deutschen Fußballmeister VfL Wolfsburg fast im Alleingang aus dem DFB-Pokal befördert.

In einem offenen Schlagabtausch der Bundesligisten wurde der Nigerianer mit einem Doppelpack in der 22. und 32. Minute zum umjubelten Matchwinner. Der viermalige Cup-Gewinner Köln steht nach dem 3:2 (2:0) im Achtelfinale, für Champions-League-Teilnehmer Wolfsburg bedeutet das frühe Pokal-Aus einen erneuten Rückschlag nach durchwachsenem Bundesliga-Start. Sebastian Freis (65.) besorgte vor 31 500 Zuschauern im Rhein-Energie-Stadion den dritten Treffer für die tapfer kämpfenden Kölner. Edin Dzeko (54.) und Sascha Riether (66.) hatten jeweils den Anschluss erzielt. In der Schlussphase wurde VfL- Trainer Armin Veh wegen Meckerns auf die Tribüne geschickt. Während die Kölner Fans «Wir fahren nach Berlin» sangen, lagen die Nerven bei den «Wölfen» blank: Marcel Schäfer sah in der Nachspielzeit Gelb-Rot.

Nach dem Spiel waren sich die Wolfsburger ihrer Fehler bewusst. «Wir haben wieder zu viele Gegentore kassiert und vorne haben wir zu wenige Tore gemacht», sagte Riether. «Die Kölner haben die Torchancen genutzt und sind deshalb verdient weiter.» Der Kölner Freis sah das ähnlich: «Alles in allem war das eine sehr gute Leistung. Ich hoffe, das gibt uns sehr viel Selbstvertrauen für die schweren Aufgaben, die da kommen.» Das Pokalfinale in Berlin sei nicht nur das Ziel der Fans, sondern auch das der Mannschaft.

Kölns Trainer Zvonimir Soldo schickte die gleiche Mannschaft ins Spiel, die den ersten Kölner Bundesliga-Sieg in dieser Saison beim VfB Stuttgart perfekt gemacht hatte (2:0). Sein Gegenüber Armin Veh brachte im Vergleich zum letzten Ligaspiel den Japaner Makoto Hasebe neu für Fabian Johnson und konnte den in der Bundesliga gesperrten Torwart Diego Benaglio im Pokal wieder einsetzen.

Die Kölner, die in der Liga zu Hause noch sieglos sind, begannen das Spiel äußerst engagiert und aggressiv. Sie hatten auch die erste Chance nach einem strammen Schuss von Nationalstürmer Lukas Podolski (14.). Ishiaku, der nur wegen anhaltender Adduktoren-Probleme von Milivoje Novakovic zum Einsatz kam, köpfte dann nach einer Flanke von Fabrice Ehret die verdiente Führung für die Gastgeber. Nun waren die «Wölfe» wach: Im direkten Gegenzug traf Dzeko den Pfosten.


Wölfe-Coach Veh war nach einer halben Stunde schon vom Spiel seiner Mannschaft bedient. Und er sollte Recht behalten, nach einem Freistoß von Podolski konnte Benaglio den Ball nicht festhalten und der stets gefährliche Ishiaku erhöhte bei seinem bisher besten Auftritt für die Kölner auf 2:0.

Nach der Pause konterten die Kölner munter drauf los. Nach einem Traumpass von Maniche scheiterte Freis am hervorragend aufgelegten Benaglio (47.). Und auch Podolski vergab in der 50. Minute nach einem Freis-Pass aus spitzem Winkel eine weitere Riesen-Chance. Dann erzielte Dzeko mit einer Direktabnahme aus kurzer Distanz den überraschenden Ausgleich nach einer Flanke von der linken Seite.

Spätestens jetzt war es ein packender Pokal-Fight. Nach einem Steilpass von Podolski umkurvte Freis den herausstürmenden Benaglio und machte das 3:1. Doch schon im direkten Gegenzug sorgte eine weitere Flanke von links für Konfusion im Kölner Strafraum, davon profitierte Riether, der den erneuten Anschluss erzielte. Dzeko hätte dann in der 79. Minute den Ausgleich erzielen müssen, doch sein Kopfball strich wenige Zentimeter über das Kölner Tor.

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