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Basler träumt von Bayern: «Richtiger Kracher»

Trier (dpa) - 23.09.2009, 15:23 Uhr

Triers Trainer Mario Basler (M) freut sich nach dem Spiel mit Wilko Risser.
Triers Trainer Mario Basler (M) freut sich nach dem Spiel mit Wilko Risser.

Er jubelte ausgelassen, doch selbst die Aussicht auf ein mögliches Wiedersehen mit dem FC Bayern München trübte Mario Basler nicht den Blick für den Alltag in der vierten Fußball-Liga.

Nach dem sensationellen 4:2-Erfolg nach Verlängerung in der 2. DFB- Pokalrunde gegen den Zweitligisten Arminia Bielefeld sorgt ausgerechnet das einstige Enfant terrible, berühmt für einen flotten Spruch, dafür, dass die Spieler von Eintracht Trier auf dem Boden bleiben. «Natürlich schürt der Erfolg weitere Euphorie. Doch schon heute ist der Sieg nicht mehr viel wert. Wir müssen uns in der Regionalliga am Samstag bei Bayer Leverkusen II aufs Neue beweisen», sagte der 40-Jährige am Tag nach dem größten Erfolg seiner jungen Trainerkarriere.

«Das ist eine ganz tolle Geschichte. Aber kaufen kann ich mir als Trainer dafür auch nichts. Es ist eine tolle Momentaufnahme, aber der Sprung ins Achtelfinale kein Titel», sagte Basler. Doch ganz ohne eine seiner spitzen Bemerkungen ging es dann doch nicht. «Die Bayern wären ein richtiger Kracher und wir hätten nichts dagegen, wenn der FC kommt», meinte Basler zum möglichen kommenden Kontrahenten im Cup- Wettbewerb und fügte hinzu: «Wenn ein attraktiver Gegner kommt, beantrage ich einen Spielerpass.»

Trier hat sich schon vor dem Trainer-Einstieg von Basler, der als Spieler 1994 mit Werder Bremen und vier Jahre später mit dem FC Bayern München DFB-Pokalsieger wurde, mehr als einmal als Stolperstein für die «Großen» profiliert. In der Saison 1997/1998 besiegte das Team in der 2. Hauptrunde den damaligen Uefa-Cup- Gewinner Schalke 04 mit 1:0, im Achtelfinale musste Champions- League-Sieger Borussia Dortmund in Trier mit 1:2 die Segel streichen.

Seit dem Schlusspfiff im Moselstadion steht das Mobiltelefon Baslers fast nicht mehr still. Glückwunsch-Kurzmitteilungen blockieren Baslers Handy. «Im Achtelfinale wünsche ich mir nun ein Live-Spiel im frei empfangbaren Fernsehen. Wir wollen noch mal richtig Geld verdienen, denn es wird nicht einfacher.»

Der Sieg hat Trier schon 400 000 Euro allein aus TV-Geldern gebracht. «Wir haben alles richtig gemacht heute. Es macht unheimlich viel Spaß, in Trier zu arbeiten. Man hat hier die Ruhe und ich kann auf meinem Weg, in der Bundesliga zu arbeiten, unheimlich viel lernen», sagte Basler.


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