Bochum verliert 0:3 - Schalke im Achtelfinale
Bochum (dpa) - 22.09.2009, 22:35 Uhr
Die Schalker Torschütze Heiko Westermann (2. v.l.) wird von seinen Kollegen bestürmt.
Spiel verloren, Fans zurückgewonnen. Der VfL Bochum hat zum Einstand von Trainer Frank Heinemann das Pokalduell mit dem Revier-Rivalen Schalke 04 zwar mit 0:3 (0:1) verloren, trotz der Niederlage konnte die engagierte Heimelf aber Versöhnung mit ihren treuen Anhängern feiern. Drei Tage vor dem schweren Bundesliga-Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg bot der VfL eine leidenschaftliche Vorstellung, doch ins Achtelfinale zog die spielerisch klar bessere Mannschaft von Felix Magath ein. Fußball-Nationalspieler Heiko Westermann (10. Minute), Halil Altintop (56.) und Eigentorschütze Christian Fuchs (76.) sorgten vor 29 592 Zuschauern für den verdienten Sieg der «Knappen». «Wir haben einen Anfang gemacht. Jeder hat gesehen, dass die Mannschaft den Willen hat und Gas gibt - dass sie auch dem 0:3 noch Gas gegeben hat», sagte Heinemann, der mit dem Ergebnis «natürlich nicht zufrieden» war. «Aber wenn wir weiter so arbeiten, dann wird auch der Erfolg zurückkommen.» Kollege Magath dachte schon an das DFB-Pokalfinale in der Hauptstadt. «Unser Ziel ist es, nach Berlin zu kommen», meinte der Meistertrainer. «Eine Runde weiter zu kommen, interessiert mich nicht.»
Der VfL verpasste zwar eine knappe halbe Million Euro an TV-Geldern, konnte zwei Tage nach der Entlassung von Trainer Marcel Koller aber seine Fans zurückgewinnen. Die Hausherren hielten in dem rassigen, vor der Pause aber sehr harten Pokalduell zunächst gut mit, spielten engagiert und mit viel Schwung. Das Team setzte um, was Interimscoach Heinemann gefordert hatte, spielerisch hatte der Bundesliga-Vorletzte dem Tabellen-Sechsten Schalke aber zu wenig entgegen zu setzen. VfL-«Urgestein» Heinemann bot vier Neue auf, Torhüter Andreas Luthe konnte sich in seinem ersten Profi-Spiel für Bochum gleich mehrfach auszeichnen. Im dritten Pokal-Duell der Revier-Rivalen erarbeitete sich «Königsblau» schon vor der Pause die besseren Chancen, Schalke hätte höher führen müssen. Christoph Moritz hatte die erste gute Gelegenheit (6.), beim Führungstreffer war Westermann nach Flanke von Spielmacher Lewan Kenia mit dem Kopf zur Stelle. Gleich zweimal vergab Abwehr-Routinier Marcelo Bordon die Chance, die Führung auszubauen (20./30.). Doch Luthe war auf dem Posten. |