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Osnabrück plant Sensation gegen HSV

Osnabrück (dpa) - 22.09.2009, 15:20 Uhr

HSV-Trainer Bruno Labbadia muss sich auf einen kämpferischen Außenseiter einstellen.
HSV-Trainer Bruno Labbadia muss sich auf einen kämpferischen Außenseiter einstellen.

Osnabrück (dpa) - Fußball-Drittligist VfL Osnabrück plant die Pokalsensation. Mit einem Sieg gegen den Bundesliga-Tabellenführer Hamburger SV will der VfL das Achtelfinale des DFB-Pokals erreichen.

«Wir wollen eine Runde weiterkommen», sagte Osnabrücks Coach Karsten Baumann vor der Partie. Die Euphorie beim Zweitliga-Absteiger ist groß, die Osnatel-Arena ist mit 16 250 Zuschauern ausverkauft. Nach eigenen Angaben hätte der VfL über 30 000 Tickets absetzen können.

Baumann hofft, dass die Hamburger angesichts ihres Bundesligaspiels gegen Bayern München keinen vollen Einsatz zeigen. «Möglicherweise sind wir in den Köpfen der HSV-Profis nicht so präsent», sagte Baumann. «In neun von zehn Spielen gewinnt der HSV. Wir müssen sehen, dass wir dieses eine Spiel gewinnen.»

Der zuletzt angeschlagene Regisseur Björn Lindemann kann wahrscheinlich auflaufen. «Ich gehe davon aus, dass er spielen kann», sagte Baumann. Verzichten muss Osnabrück auf die noch verletzten Spieler Aleksandar Kotuljac und Konstantin Engel.

HSV-Coach Bruno Labbadia macht sich auf einen ähnlich heißen Tanz gefasst wie in der ersten Runde beim Zweitligisten Fortuna Düsseldorf, als die Hanseaten erst im Elfmeterschießen mit 7:4 gewannen. «Für Osnabrück ist es das Spiel des Jahres und sie werden alles geben», sagte Labbadia. «Das wird ein richtiger Pokalfight, wir müssen hochkonzentriert und fokussiert in dieses Spiel gehen.»


Auch Nationalspieler Piotr Trochowski erwartet ein hartes Stück Arbeit. «Es kann nur einen Sieger geben. Wir wir sind zwar klarer Favorit, müssen aber versuchen, in diesem Hexenkessel so schnell wie möglich ein Tor zu erzielen.»

Im DFB-Pokal gewann der VfL zuletzt 2006 als Drittligist gegen einen Bundesligisten. Damals siegte Osnabrück 2:1 gegen Borussia Mönchengladbach. Aktuell liegt der Zweitliga-Absteiger auf dem fünften Rang der dritten Liga. Osnabrück gewann vier seiner fünf Heimspiele. Im Pokal setzten sich die Niedersachsen im eigenen Stadion mit 2:1 gegen Zweitligist Hansa Rostock durch.

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