VfB und Hertha wollen die Krise vertreiben
Düsseldorf (dpa) - 22.09.2009, 13:45 Uhr
Der Stuttgarter Trainer Markus Babbel fordert von seiner Mannschaft im Pokal einen Sieg..
Stimmungsaufheller oder bittere Pille? Nach dem Absturz in der Fußball-Bundesliga stehen der VfB Stuttgart und Hertha BSC in der zweiten Runde des DFB-Pokals bereits mächtig unter Zugzwang. «Zurzeit kann es für uns nur ein Ziel geben: Die Kurve kriegen und am Mittwoch im Pokal beim VfB Lübeck gewinnen», forderte VfB-Manager Horst Heldt. Wie die seit sechs Partien sieglosen Stuttgarter braucht auch Hertha-Coach Lucien Favre nach fünf Liga- Niederlagen in Serie bei 1860 München dringend ein Erfolgserlebnis, um sich aus der Kritik zu bugsieren. «In unserer Situation ist jedes Spiel gefährlich», warnte der Schweizer. Insgesamt geht es zum Abschluss der zweiten Pokal-Runde für sieben Erstligisten gegen niederklassige Clubs um den Einzug ins Achtelfinale und knapp eine halbe Million Euro an Fernsehgeldern. Im einzigen Bundesliga-Duell am Mittwoch empfängt der 1. FC Köln Meister VfL Wolfsburg.
Damit sich die Krise möglichst schnell wieder verflüchtigt, setzen die beiden angeschlagenen Europacup-Teilnehmer auf besondere Maßnahmen. Berlin stellte seinen Profis einen Mentaltrainer an die Seite, die Schwaben bezogen ein dreitägiges Trainingslager in Schleswig-Holstein. «Wir brauchen jetzt Ruhe, um uns wieder auf unsere Stärken besinnen zu können», sagte VfB-Trainer Markus Babbel. Beim Regionalligisten Lübeck soll Thomas Hitzlsperger in die Startelf zurückkehren. Sven Ulreich wird wohl Jens Lehmann im Tor ersetzen, der nach seinem ungenehmigten Oktoberfest-Besuch aus dem Kader geworfen worden war. «Jeder muss jetzt zeigen, warum er beim VfB ist», forderte Babbel, der bei seinem Team ein «Mentalitätsproblem» ausgemacht hat und «den Willen schulen» will. |