Pokal-Aus für mindestens drei Erstligisten
Düsseldorf (dpa) - 21.09.2009, 14:55 Uhr
Bochums Interimstrainer Frank Heinemann soll es kurzfristig richten.
Nach dem glimpflichen Auftakt für die Fußball-Bundesligisten im DFB-Pokal ist die Schonzeit nun vorbei. Nach Hannover 96 und Mainz 05 endet für mindestens drei weitere Erstligisten der Traum von Berlin in den direkten Duellen der zweiten Runde. In der brisantesten Partie geht es für den VfL Bochum im Derby gegen Schalke 04 neben knapp einer halben Million Euro TV-Geld für den Achtelfinal-Einzug auch darum, nach der Entlassung von Trainer Marcel Koller die aufgebrachte Fan-Seele zu besänftigen. «Das Pokalspiel ist jetzt brutal wichtig, denn da müssen wir viel reparieren und auf jeden Fall gewinnen», sagte Verteidiger Philipp Bönig. Im Gegensatz zur explosiven Stimmung beim Nachbarn ist die Gemütslage auf Schalke vor der Derby-Woche trotz der 1:2-Heimpleite gegen den VfL Wolfsburg deutlich entspannter. «Wir wollen Bochum unbedingt schlagen und in die nächste Pokalrunde einziehen. Danach können wir auch mit Selbstbewusstsein nach Dortmund fahren. Der Rückhalt der Zuschauer gibt uns Mut für die kommenden Spiele», sagte Torwart Manuel Neuer. Revierrivale Borussia Dortmund will beim Karlsruher SC den Negativtrend mit fünf Ligapartien ohne Sieg stoppen. «K.o.-Spiele bieten eine gute Gelegenheit, neues Selbstvertrauen und Sicherheit zu gewinnen», sagte BVB-Coach Jürgen Klopp.
Nach dem Holperstart haben sich beim FC Bayern München hingegen die Wolken verzogen - doch ein unerwartetes Straucheln gegen Rot-Weiß Oberhausen dürfte schnell wieder für ein Gewitter sorgen. «Oberhausen wird insofern ein Thema, weil alle glauben, dass wir schon gewonnen haben», warnte Manager Uli Hoeneß vor zu viel Selbstsicherheit. Zuletzt blamierte sich der Rekordmeister in der zweiten Runde vor neun Jahren beim 1. FC Magdeburg. Die bislang letzte Heimpleite im Pokal kassierten die Bayern 1991 gegen den FC Homburg. «Keine Frage, es wird sehr schwer, für eine Überraschung zu sorgen. Aber wir werden alles versuchen, um das Unmögliche zu schaffen», bekräftigte RWO-Trainer Jürgen Luginger. Die Sensation könne nur gelingen, wenn «die Bayern 80 Prozent bringen und wir 120», erklärte Sören Pirson. Doch für das Endspiel hat der Torwart einen mutigen Tipp parat: «Aus Spaß habe ich gesagt: Das DFB-Pokalfinale in diesem Jahr heißt RWO gegen VfB Lübeck.» |