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Eintracht gewinnt Hessen-Derby in Offenbach

Offenbach (dpa) - 02.08.2009, 19:26 Uhr

Frankfurts Amanatidis (r) und der für Offenbacher Kopilas kämpfen um den Ball.
Frankfurts Amanatidis (r) und der für Offenbacher Kopilas kämpfen um den Ball.

Nach einem Stotterstart hat sich Eintracht Frankfurt im brisanten Hessen-Derby bei Drittligist Kickers Offenbach keine Blöße gegeben. Mit einem letztlich souveränen 3:0 (0:0)-Sieg erreichte der Bundesligist die 2. Runde im DFB-Pokal.

Pirmin Schwegler (71.), der Brasilianer Caio (75.) und Alexander Meier (86.) bewahrten die Eintracht beim Erzrivalen vor der befürchteten Pokal-Blamage und bescherten Neu-Trainer Michael Skibbe ein gelungenes Pflichtspieldebüt. Vor 24 000 Zuschauern auf dem ausverkauften Bieberer Berg taten sich die Frankfurter eine Stunde lang sehr schwer und kamen erst in der Schlussphase, als bei den Kickers die Kräfte schwanden, zum verdienten Erfolg. Für die Eintracht war es nach 2003 und 2007 der dritte Pokalsieg in Offenbach nacheinander.

Bei den Gästen saß Neuzugang Maik Franz nur auf der Bank, für ihn spielte Aleksandar Vasoski in der Innenverteidigung. Der Mazedonier hatte in der Anfangsphase viel Mühe mit Offenbachs einzigem Angreifer Mirnes Mesic, der seinem Bewacher in der 11. und 22. Minute entwischte und erst in Eintracht-Torwart Oka Nikolov seinen Meister fand.

Der Favorit bot zunächst nur lauen Sommer-Fußball. Kaum Bewegung und wenig Ideen prägten das Frankfurter Spiel, dem im Mittelfeld die ordnende Hand fehlte. In den ersten 45 Minuten näherte sich der Bundesligist nur zweimal dem Kickers-Tor, doch Caio (25.) und Meier (38.) schlossen halbherzig ab. Auf der Gegenseite musste Nikolov gegen seinen früheren Vereinskollegen Mounir Chaftar (27.) retten. Offenbach überzeugte durch Einsatz und Leidenschaft, die die Eintracht in der ersten Halbzeit völlig vermissen ließ.

Nach dem Wechsel gab Selim Teber (47.) mit einem Distanzschuss knapp neben das Tor das Zeichen zur Offensive. Drei Minuten später scheiterte Ioannis Amanatidis, der im Vorfeld mit der Niederlegung alle Mannschaftsämter für Unruhe gesorgt hatte, aus Nahdistanz am glänzend reagierenden OFC-Schlussmann Robert Wulnikowski.

Die Gäste erhöhten nun den Druck, doch Offenbach hielt dagegen. Mesic und Marius Laux verpassten nach knapp einer Stunde innerhalb von 60 Sekunden die Führung für die kämpferisch überzeugenden Hausherren. Die wurden 20 Minuten vor Schluss für eine Unaufmerksamkeit in der Abwehr bestraft, als Schwegler nach schöner Vorarbeit des ansonsten schwachen Caio völlig frei zum Schuss kam und Wulnikowski per Direktabnahme überwand. Wenig später staubte Caio zur Vorentscheidung ab. Kurz vor Schluss erhöhte Meier noch auf 3:0.


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