Bayern nur mit müdem 3:1 gegen Neckarelz
Sinsheim (dpa) - 02.08.2009, 20:18 Uhr
Der Neckarelzer Christian Fickert (l) im Zweikampf mit Bayerns Philipp Lahm.
Im ersten Pflichtspiel unter seinem neuen Trainer Louis van Gaal hat der FC Bayern München nur mit Mühe eine Blamage vermieden. In der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals kam der Fußball-Rekordmeister gegen die sechstklassige SpVgg Neckarelz nur zu einem zähen 3:1 (0:0). Die Tore für den haushohen Favoriten erzielten in der mit 30 017 Zuschauern ausverkauften Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim Nationalstürmer Mario Gomez (51., 57./Handelfmeter) mit seinen ersten beiden Pflichtspieltreffern im neuen Trikot und Hamit Altintop (82.). Den Ehrentreffer für den couragiert auftretenden Underdog, der auch noch eine Gelb-Rote Karte für Christian Fickert verkraften musste, erzielte Heiko Throm. Die wichtigsten Personalentscheidungen hatte Neu-Coach van Gaal schon vor dem Anpfiff getroffen. In der Torwart-Frage gab der Niederländer Michael Rensing den Vorzug vor Jörg Butt - und Rensing sah beim Gegentor prompt unglücklich aus, weil er eine Hereingabe nicht festhalten konnte. «Ich würde das nicht als Fehler bezeichnen», sagte Rensing, der trotz des Patzers auch beim Liga-Start in einer Woche gegen 1899 Hoffenheim zwischen den Pfosten stehen dürfte.
«Ich habe gewählt», meinte van Gaal zur Torhüterdiskussion und verteidigte sein Team: «Das war unser zehntes Spiel innerhalb von vier Wochen. Der Gegner hat es uns sehr schwer gemacht, ein Tor zu erzielen. Auch ein Amateur kann gut organisiert sein.» Als Kapitän benannte van Gaal seinen Landsmann Mark van Bommel und gab dem 32-Jährigen mit dieser Entscheidung quasi eine Stammplatzgarantie im defensiven Mittelfeld. Doch ungeachtet dieser Klarheit bei den Personalien war die erste Halbzeit für den Favoriten eine mittlere Blamage. Gegen die Nobodies aus Neckarelz um ihren 38 Jahre alten Kapitän Rolf Lang waren die Münchner zwar meist im Ballbesitz, ließen gegen die von ihrem Trainer Peter Hogen defensiv eingestellten Underdogs aber einen klaren Offensivplan und das notwendige Tempo fast vollständig vermissen. |