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Cup-Verteidiger Werder beeindruckt: 5:0 bei Union

Berlin (dpa) - 02.08.2009, 17:10 Uhr

Torsten Frings gratuliert Stürmer Boubacar Sanogo zu seinem Treffer zum 1:0.
Torsten Frings gratuliert Stürmer Boubacar Sanogo zu seinem Treffer zum 1:0.

DFB-Pokalsieger Werder Bremen hat zwei Monate nach dem sechsten Cup-Triumph eine eindrucksvolle Rückkehr nach Berlin gefeiert und seine Erstrunden-Aufgabe souverän gelöst. Der Fußball- Bundesligist startete mit 5:0 (3:0) beim 1. FC Union in den neuen Pokal-Wettbewerb.

Der zweimal erfolgreiche Boubacar Sanogo (12./27.) und Naldo (20.) sorgten bereits in ersten halben Stunde für klare Verhältnisse. Der eingewechselte Neuzugang Marcelo Moreno (85./88.) setzte mit einem Doppelschlag den Schlusspunkt. Die 19 000 Zuschauer im ausverkauften Stadion an der Alten Försterei konnten acht Jahre nach dem Durchmarsch ins Finale schon früh alle Hoffnungen auf eine weitere Sensation begraben.

«Alle haben gehofft, dass wir hier stolpern. Aber ich denke, wir haben das schon ganz gut gemacht», sagte der wie Sanogo nach Bremen zurückgekehrte Tim Borowski. Werder-Kapitän Torsten Frings fügte hinzu: «Wir hatten gedacht, dass Union noch schwerer zu spielen ist. Wir haben gleich die ersten Chancen genutzt. Ein paar Tore mehr hätten es auch sein können.»

Der Favorit ging von Beginn konzentriert zur Sache und ließ Union nie ins Spiel kommen. Dazu kamen Fehler der nervösen Gastgeber wie beim 0:1: Torhüter Jan Glinker ließ sich beim Schuss von Sanogo aus spitzem Winkel im kurzen Eck überraschen. Danach war der sonst gute Schlussmann jeweils ohne Chance. Naldo stocherte das Leder nach einem Eckball von Torsten Frings ins Netz, dann schob Sanogo die Kugel nach Querpass von Hugo Almeida ins leere Tor. Zuvor hatte Petri Pasanen einen Freistoß schnell ausgeführt, während sich die Unioner noch über eine Schiedsrichter-Entscheidung beschwerten.

«Ich bin natürlich sehr froh, dass das Spiel so gelaufen ist. Union kann einem das Leben schwer machen», sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf. Union-Präsident Dirk Zingler konstatierte dagegen schon zur Pause: «Es war eine Vorführung - leider.» Trainer Uwe Neuhaus meinte: «Es sah es so aus, dass wir auch zu viel Respekt hatten. Nach dem 0:2 war an der Mannschaftsreaktion zu sehen, dass ein bisschen die Luft raus war. Das ärgert mich schon ein bisschen.»


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