Cottbus löst Pflichtaufgabe: 3:1 in Magdeburg
Magdeburg (dpa) - 02.08.2009, 14:16 Uhr
Der Cottbuser Sergiu Radu bejubelt sein Treffer zum 3:1-Endstand.
Fußball-Zweitligist Energie Cottbus hat die Pflichtaufgabe in der ersten Runde des DFB-Pokals mit einem verdienten 3:1 (2:1)-Auswärtssieg beim Regionalligisten 1. FC Magdeburg gelöst. Vor 14 852 Zuschauern erzielten Emil Jula (4.), Jiayi Shao (38.) und Sergiu Marian Radu (82.) die Treffer für die Lausitzer. Simon Tüting (44.) hatte kurz vor der Pause die Hoffnungen der Magdeburger auf eine Pokal-Überraschung mit dem Anschlusstreffer am Leben gehalten. Die Gastgeber wurden kalt erwischt, als sich Radu und Jula im Doppelpass durchspielten und Jula überlegt zum 0:1 vollendete. Magdeburg mühte sich, ins Spiel zu finden, hatte aber zunächst keine Mittel gegen die Energie-Abwehr, zumal Radovan Vujanovic als einzige Spitze kaum Bälle bekam. Als Shao einen bereits abgewehrt geglaubten Ball aus Nahdistanz zum 0:2 einschoss (37.), schien die Partie vorentschieden.
Die Gastgeber kamen jedoch noch vor der Pause zurück, nachdem sich der keineswegs sicher wirkende Energie-Torhüter Lars Hirschfeld und Markus Brzenska behinderten und Tüting ins verwaiste Tor zum 1:2 einschob. Gleich nach Wiederbeginn hatte Maximilian Watzka die große Chance zum Ausgleich. Sein Heber verfehlte aber das Tor (47.). Cottbus kontrollierte in der Folgezeit das Spiel, kam durch Radu noch zum 3:1, als Andreas Gaeblers Kopfballrückpass auf Torwart Matthias Tischer missriet. FCM-Trainer Steffen Baumgart brachte mit Deniz Siga noch einen zweiten Stürmer, doch konnten sich die Gastgeber zu selten im Angriff durchsetzen. Insgesamt war es ein verdienter Sieg des Bundesliga-Absteigers, der in der 88. Minute noch eine Konterchance durch den erst zwei Minuten vorher eingewechselten Nils Petersen kläglich vergab. Eine verlorene Wette um den Ausgang des Spiels hat die Polizei in Magdeburg auf den Plan gerufen: Ein 18-jähriger Fan wurde am Morgen nach dem Spiel nackt auf einer Schnellstraße aufgegriffen. Er hatte sich verpflichtet, im Fall einer Niederlage der Magdeburger nackt durch die Stadt zu laufen. Die alarmierten Beamten konnten ihn unbeschadet aus der Gefahrensituation bergen und zu seinem Vater bringen, wie die Polizei mitteilte. Die Wette könnte für den 18-Jährigen teuer werden. Denn den Polizeieinsatz muss er bezahlen.
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