Nürnberg nach 3:0 in Dresden souverän weiter
Dresden (dpa) - 02.08.2009, 12:57 Uhr
Nürnbergs Mittelfeldspieler Ilkay Gündogan (vorn) jubelt über seinen Treffer zum 3:0.
Trainer Michael Oenning grantelte, Kapitän Andreas Wolf forderte eine Steigerung und «Phantom» Marek Mintal versprach Besserung nach dem lockeren 3:0-Sieg in der 1. Runde des DFB-Pokals beim Drittligisten Dynamo Dresden. Gegen die harmlosen Dresdner war die Defensive der Franken stabil genug. Und im Angriff sorgten Peer Kluge (12.) und Mintal (25.) schon vor der Pause für die komfortable 2:0-Führung. «Wir haben nach der Führung schnell das zweite Tor nachgelegt, doch dann nahmen die Jungs auf einmal das Tempo raus und sind zurückgewichen», monierte Trainer Oenning. Vor 15 460 Zuschauern markierte das 18-jährige Talent Ilkay Gündogan (53.) den Endstand. «Er ist ein großer Fußballer mit sehr viel Potenzial. Er muss natürlich noch an sich arbeiten, aber das ist ihm selber auch bewusst», urteilte Torjäger Mintal. Dass drei Mittelfeldspieler den Einzug in die 2. Runde sicherstellten, kommentierte der Bundesliga-Torschützenkönig von 2005 mit einem Augenzwinkern.
Im noch unvollendeten Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion, das nach seinem Umbau am 15. September mit dem Spiel von Dynamo gegen Schalke 04 eingeweiht werden soll, genügte den Franken eine durchschnittliche Leistung zum Erfolg. «Wir hatten in den entscheidenden Situationen das nötige Glück und sind rechtzeitig in Führung gegangen. Vor allem freut mich, dass wir zu Null gespielt haben. Das war eher ein Fußballfest als ein Fußballfight», befand Oenning. Für die Dresdner war es alles andere als ein Fest. Zum einen sah man bei den Sachsen nur wenig Kampfeinsatz gegen die Niederlage, zum anderen verlor der Drittligist in der 28. Minute einen seiner wichtigsten Leistungsträger. Mittelfeldmann Sascha Pfeffer blieb nach einem Zweikampf im Rasen hängen und zog sich dabei einen Bruch des linken Knöchels zu. Der 22-Jährige wurde noch am Abend in Dresden operiert und fällt mindestens sechs Monate aus. «Die Verletzung tut uns richtig weh. Das Spiel hat uns zu viel gekostet», sagte der sichtlich geschockte Dynamo-Trainer Ruud Kaiser nach der Partie.
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