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Außergewöhnliche Erstrundenpartien im DFB-Pokal

Düsseldorf (dpa) - 30.07.2009, 14:16 Uhr

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Ein «getürktes» Ergebnis, traurige Gewinner und immer wieder Sensationen: Der DFB-Pokal schreibt besonders in der ersten Runde seine ganz speziellen Geschichten. Ein kurzer Blick in die jüngere Historie:

22. August 2004: 1. FC Köln Amateure - VfL Wolfsburg 2:0 Ganz unspektakulär hatten die Wolfsburger mit 3:0 bei den Kölner Amateuren gewonnen, und doch kostete der Sieg VfL-Manager Peter Pander den Job. Marian Hristow stand 73 Minuten lang auf dem Platz, obwohl der Bulgare eigentlich noch gesperrt war. Am Grünen Tisch ging der Sieg nach Köln. «Das hätte eigentlich auch der Spieler wissen müssen», klagte Pander.

21. August 2004: SC Paderborn - Hamburger SV 4:2 n.V. Wohl selten reiste ein Topclub so chancenlos zu einem Regionalligisten: Schiedsrichter Robert Hoyzer manipulierte die Partie. Dank zweier unberechtigter Elfmeter gewann Paderborn, Hamburgs Mpenza musste wegen Beleidigung des Referees vom Platz. Als der Skandal bekanntwurde, war bereits das Achtelfinale gespielt.

26. August 2000: VfB Stuttgart Amateure - Eintracht Frankfurt 6:1 Ioannis Amanatidis, Andreas Hinkel, Alexander Hleb, Rüdiger Kauf - klangvolle Namen sorgten für den höchsten Amateur-Sieg über einen Bundesligisten. «Felix, pack' die Peitsche aus», forderten die Eintracht-Fans von Trainer Magath. Kapitän Heldt bekannte: «Ich schäme mich für meine Leistung».

27. August 1995: SV Sandhausen - VfB Stuttgart 15:14 n. E. Erst der 26. Strafstoß landete am Pfosten: Nach Hendrik Herzogs Fehlschuss durfte der Oberligist jubeln. «Für uns war es ein Alptraum, für Sandhausen ein Traum», sagte VfB-Trainer Rolf Fringer nach dem auch heute noch längsten Elfmeterschießen in der Geschichte des DFB-Pokals.

14. August 1994: TSV Vestenbergsgreuth - Bayern München 1:0 Der damals 21 Jahre alte Industriemechaniker Roland Stein sorgte beim Debüt von Trainer Trapattoni und Torwart Kahn für eine der größten Blamagen der Bayern-Geschichte. Die «Gazzetta dello Sport» titelte: «Trapattoni schon wieder K.o.». Und die »Bild-Zeitung» spottete, der Coach aus Italien habe erst drei deutsche Wörter gelernt: «Danke, Bitte und Vestenbergsgreuth.» Noch heute hält ein Erinnerungs-Stein in dem fränkischen Dorf die «Helden» in Ehren.


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