Zehntausende wollen mit Werder Pokalsieg feiern
Bremen (dpa) - 31.05.2009, 10:35 Uhr
Die Werder-Spieler Sebastian Boenisch (r) und Mesut Özil liebkosen den Pokal.
Zehntausende wollen am Tag nach dem Endspiel mit den Werder-Spielern in Bremen den Pokalsieg feiern. Der Fußball-Bundesligist hatte anderthalb Wochen nach dem verlorenen UEFA-Cup-Endspiel im ausverkauften Berliner Olympiastadion Bayer 04 Leverkusen im Endspiel des DFB-Pokals mit 1:0 (0:0) besiegt. Nationalspieler Mesut Özil schoss die Bremer zum Sieg. Anschließend duschten die Profis Trainer Thomas Schaaf mit Bier und warfen Clubchef Klaus Allofs in der Kabine ins Entmüdungsbecken. Bei den unterlegenen Leverkusenern herrscht hingegen Frust. Ungewiss blieb die Zukunft von Trainer Bruno Labbadia. Nachdem im Anschluss an das verlorene UEFA-Cup-Endpsiel die Party ausgefallen war, wollen die Bremer den sechsten Pokalsieg der Vereinsgeschichte auf dem Marktplatz gebührend feiern. Mit der Bahn wird die Mannschaft von Berlin nach Bremen fahren, wo sie ein großer Bahnhof erwartet. In der Nacht hatten die Spieler in einem Berliner Hotel gefeiert.
Mit leeren Händen standen nach dem Titel 1993 einmal mehr die Leverkusener da. Die Niederlage verschärfte die Diskussionen um Coach Labbadia. «Nach einer Finalniederlage ist es nicht schön, über die Zukunft zu reden», meinte der Bayer-Trainer, der mit einem Interview für weiteren Umut gesorgt hatte. Werder war im im Finale die bessere Mannschaft und gewann verdient. Die Leverkusener hatten zu wenig entgegenzusetzen. Das junge Team ließ sich von den defensiv um Naldo hervorragend organisierten Bremern den Schneid abkaufen. Neben Torschütze Özil überzeugte auch Diego, der sein letztes Spiel für Bremen absolvierte und zu Juventus Turin wechselt. Seinen Abschied gab zudem Frank Baumann. Der Kapitän spielte zehn Jahre für Werder und beginnt Anfang kommenden Jahres im Management des Vereins.
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