Bayer Leverkusens letzter Auftritt war wie die gesamte Rückrunde in der Fußball-Bundesliga. «Ungenügend», brachte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler die Leistung seines Teams in diesem Frühjahr und speziell zum Meisterschafts-Abschluss in Cottbus auf den Punkt.
«Wenn man alles nach vorn wirft, wird man auch in Cottbus ausgekontert», kritisierte der einstige DFB-Teamchef das taktische Verhalten der Bayer-Profis, die die Spielzeit auf dem enttäuschenden neunten Tabellenrang beendeten. Über das DFB-Pokalfinale am kommenden Samstag gegen Werder Bremen kann sich Bayer Leverkusen jedoch noch einen internationalen Startplatz für die kommende Saison sichern. Völler fordert von seinem Team in Berlin mehr System im Spiel.
«Es sollte ein Einstimmung auf das Pokalfinale sein. Das ist gründlich in die Hose gegangen. Wir werden aber in Berlin ganz anders spielen», versprach Tranquillo Barnetta und ergänzte zum 0:3 beim FC Energie: «Wenn man die Hütte nicht trifft, kann man nichts holen.» Auch Trainer Bruno Labbadia sieht in der noch vor wenigen Monaten hochgelobten Offensive den Knackpunkt: «Unsere größtes Problem war, dass wir vorne zu harmlos waren. Wir waren nicht zwingend genug.»
Mit der Gelb-Roten Karte für den Chilenen Arturo Vidal war das Bayer-Spiel endgültig verpatzt. «Der Platzverweis war einfach dumm. So darf man da nicht hingehen», sagte Labbadia, für den das Cup- Finale nun auch die letzte Chance ist, die Saison noch zu retten.