Früher musste der Torhüter bei der Ausführung eines Elfmeters regungslos auf der Linie verharren, bis der Schütze den Ball berührt hatte - heute darf er sich bewegen, um den Gegner zu irritieren.
Doch wohl kaum jemand zappelte so in seinem Kasten umher wie der Bremer Tim Wiese, der beim 3:1-Elfmetersieg im Halbfinale des DFB-Pokals beim Hamburger SV die Schüsse von Jerome Boateng, Ivica Olic und Marcell Jansen entschärfte.
Damit beging Wiese indes keinen Regelverstoß. Das Reglement besagt lediglich, dass sich der Torhüter beim Strafstoß mit dem Gesicht dem Schützen zugewandt auf der Linie aufhalten muss. Die Regel, dass sich ein Torwart bei der Ausführung des Elfmeters nicht bewegen darf, wurde 1997 aufgehoben. Damit sollte den Keepern eine größere Chance in dem meist ungleichen Duell mit dem Schützen gegeben werden. Statistisch gesehen werden 75 bis 80 Prozent aller Elfmeter im Fußball verwandelt.