Das Offensivkonzept von HSV-Trainer Martin Jol mit drei Angreifern ging lange Zeit nicht auf. Der Niederländer korrigierte erst nach der Pause seinen Fehler und belebte mit dem Einsatz von Trochowski und Jonathan Pitroipa das Flügelspiel. Nach dem Platzverweis für Jarolim beschränkte sich der HSV vor allem auf die Defensive, hatte aber bei Kontern ebenso die Chance zum 2:1 wie Werder auf der Gegenseite. In einer Partie ohne jegliches Abtasten riss Werder sofort die Initiative an sich. Mit viel Tempo und hoher Laufbereitschaft drückten die Gäste den HSV in die Defensive zurück und kamen früh zu guten Chancen. In der 6. Minute rutschte Hugo Almeida knapp an einer Hereingabe von Özil vorbei. Als wenig später Jarolim an der Ecke des Strafraums Claudio Pizarro von den Beinen holte, nahm Diego Maß. Der von italienischen Clubs umworbene Freistoß-Spezialist zirkelte den Ball aus 18 Metern in die Torecke, HSV-Keeper Frank Rost konnte nur noch abklatschen und Mertesacker staubte zum 0:1 ab. Ein Flachschuss knapp am Tor vorbei von Paolo Guerrero (18.) war das erste Lebenszeichen der harmlosen HSV-Offensive vor dem Gehäuse von Tim Wiese, der wegen seiner provokanten Äußerungen im Vorfeld des Spiels und des Kung-Fu-Tritts gegen Ivica Olic vor einem Jahr bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen wurde. Während die verunsichert wirkenden Hamburger auch weiterhin keine Ordnung in ihre Reihen brachten, drängte Werder weiter. Mit einem blitzschnellen Reflex verhinderte Rost gegen Sebastian Boenisch das drohende 0:2 (29.). Aber schon 90 Sekunden nach Wiederbeginn musste Werder erstmals um den Vorsprung bangen, als Wiese eine Flanke verfehlte und der für Guerrero in die Partie gekommene Jonathan Pitroipa fast zur Stelle gewesen wäre. Auf die nächste torgefährliche Aktion ihrer Elf mussten die Hamburger Anhänger bis zur 67. Minute warten, doch die führte zum 1:1. Guy Demel schoss einfach mal aufs Tor, Olic hielt den Fuß dazwischen und erzielte sein sechstes Pokaltor der Saison.
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