4:2: Bayer zerstört Bayerns erste Titelhoffnung
Düsseldorf (dpa) - 04.03.2009, 22:53 Uhr
Die Leverkusener Mannschaft jubelt nach dem Erfolg gegen Bayern München.
Bayer Leverkusen hat seinen Bayern-Fluch besiegt und in einem am Ende dramatischen Pokal-Fight die erste Titelhoffnung der kriselnden Münchner in dieser Saison zerstört. Nach einer lange Zeit ideenlosen Vorstellung verlor der Cup-Verteidiger bei der Werksmannschaft mit 2:4 (0:0) und schied im Viertelfinale des DFB-Pokals aus. Tranquillo Barnetta (54.), Arturo Vidal (61.), Patrick Helmes (70.) und Stefan Kießling (90.+2) machten vor der Bayer-Rekordkulisse von 50 500 Zuschauern in der ausverkauften Düsseldorfer LTU-Arena die erste Bayern-Niederlage im Pokal seit dem 2:4 bei Alemannia Aachen am 20. Dezember 2006 perfekt. Nach den späten Gegentoren durch Lucio (72.) und Miroslav Klose (74.) musste der Cupsieger von 1993 allerdings noch mächtig um das Halbfinale zittern. Für Bayer endete damit eine Negativserie von acht Pflichtspiel-Niederlagen in Serie gegen die Bayern. «Wir müssen den Pokal leider abhaken, aber es hilft jetzt nichts, auf die Jungs draufzuhauen. Eine Stunde lang hat bei uns was gefehlt, wir müssen das jetzt verdauen», erklärte Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann. Nüchtern fiel die Analyse von Manager Uli Hoeneß aus: «Wir müssen die Mannschaft jetzt wieder so nach vorne bringen, dass wir unsere Ziele in der Bundesliga und Champions League erreichen.»
Bayer-Sportdirektor Rudi Völler sprach von einem «tollen Spiel unserer Mannschaft. Dieses Tempo über 90 Minuten zu halten, verdient großen Respekt». Sein Trainer Bruno Labbadia bezeichnete den Sieg als hochverdient. «Wir haben eine unglaublich junge Mannschaft mit einem großen Potenzial. Dieser Sieg war ein wichtiger Schritt auch für die Köpfe der Spieler», sagte der Coach. In der Liga läuft es für die Münchner im Augenblick alles andere als wunschgemäß, und auch in ihrem 200. DFB-Pokal-Spiel blieb Klinsmanns Starensemble 70 Minuten lang den Nachweis seiner Klasse schuldig. Während die Leverkusener entschlossen in die Zweikämpfe gingen und eine hohe Laufbereitschaft demonstrierten, fehlten den Aktionen der Bayern ohne den grippekranken Philipp Lahm und den an der Achillessehne verletzten Torjäger Luca Toni Tempo und Biss. Erst beim 0:3-Rückstand wachten die Münchner auf und brachten die bis dahin klar dominierenden Gastgeber in Bedrängnis. In der 82. Minute verhinderte René Adler gegen Franck Ribéry sogar das drohende 3:3. |