Werder im Pokal weiter - 5:2 in Wolfsburg
04.03.2009, 21:20 Uhr
Die Bremer Diego (l) und Claudio Pizarro feien den Sieg gegen Wolfsburg.
Wolfsburg (dpa) - Die überragenden Diego und Claudio Pizarro haben Werder Bremen aus der Krise ins Pokal-Halbfinale geschossen. Mit dem dritten Mann im Tor trat der Bundesliga-Elfte beim VfL Wolfsburg die Flucht nach vorn an und darf dank der Doppelpacks der Südamerikaner beim 5:2 (2:2) wieder vom Einzug in den Fußball-Europacup hoffen. Drei Tage nach der Nullnummer gegen Bayern München trafen in Wolfgsburg Diego in der 3. und per Foulelfmeter in der 55. Minute sowie Claudio Pizarro (71./89.) jeweils doppelt. Den fünften Treffer steuerte beim sechsten Sieg im sechsten Pokal-Vergleich gegen die «Wölfe» Mesut Özil (6.) bei. Die beiden Tore von Edin Dzeko (16./42.) reichten dem VfL vor 24 115 Zuschauern nicht gegen den fünfmalige Pokalsieger, der erst den zweiten Pflichtspielsieg des Jahres nach dem Erfolg im Pokal-Achtelfinale bei Borussia Dortmund feierte. «Es war ein Klassespiel. Gottseidank haben wir nach der Pause wieder zu unserem Spiel gefunden, nachdem wir nach dem 2:0 offenbar gedacht haben: jetzt geht es ein bisschen ruhiger», sagte Werder- Trainer Thomas Schaaf. «Wir waren nervös und haben grobe Fehler gemacht. Bis zur Halbzeit hätten wir locker in Führung gehen können. Am Ende fehlte uns die Kraft», erklärte sein Kollege Felix Magath.
Für Magaths Team war es eine Woche nach dem Aus im UEFA-Pokal ein weiterer Tiefschlag, während es in der Bundesliga prächtig läuft und durch das 3:1 beim Hamburger SV sogar Platz vier geschafft wurde. Bei der Auslosung der Vorschlussrunde des DFB-Pokals, die am 21./22. April ausgespielt wird, sind die «Wölfe» am Samstag nicht dabei. Beide Teams spielten mit neuen Torleuten - und die standen im Brennpunkt. Während bei den Gastgebern in Diego Benaglio der Stammkeeper zwischen die Pfosten zurückkehrte, musste bei Werder Debütant Nico Pellatz für die verletzten Tim Wiese und Christian Vander einspringen. «Ich bin mit meinem Debüt sehr zufrieden», sagte der 22-Jährige. Den Ball hatte er in seinem ersten Pflichtspiel für Werder noch nicht einmal berührt, das stand es bereits 2:0 für den Bundesliga-Elften, der mit Daniel Jensen und überraschend Markus Rosenberg für Hugo Almeida spielte. |