HSV locker ins Halbfinale - 2:1 gegen Wehen
Hamburg (dpa) - 04.03.2009, 21:29 Uhr
Die HSV-Spieler feiern den Sieg gegen Wehen Wiesbaden.
Der Hamburger SV hat gegen Zweitliga-Schlusslicht SV Wehen-Wiesbaden nur in den Schlussminuten zittern müssen und erstmals seit 12 Jahren das Halbfinale des DFB-Pokals erreicht. Der Bundesliga-Zweite kam gegen die weitgehend harmlosen Hessen zu einem 2:1 (2:0)-Sieg, mit dem die Norddeutschen die Chance auf drei Titel wahrten. Ein Eigentor von Wehens Innenverteidiger Marko Kopilas (17. Minute) und ein Treffer des kroatischen Angreifers Mladen Petric (37.) sorgten vor 35 378 Zuschauern in Hamburg für scheinbar klare Verhältnisse. Doch als Sandro Schwarz (85.) den Anschlusstreffer erzielte, kam der HSV noch einmal ins Schwimmen. «Diese Leistung reicht vielleicht für Wehen, aber nicht für Gladbach oder eine andere Mannschaft», schimpfte Torwart Frank Rost, der bei Schwarz' Fernschuss unglücklich aussah. «Der HSV hat es verpasst, den Sack zuzumachen», sagte dessen Kollege Alexander Walke.
Schon nach dem 2:0 des überragenden Petric stimmten die HSV-Fans den ewigen Klassiker «Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin» an. Doch zunächst sind die Blicke auf Samstag gerichtet, wenn neben dem Gang zum Bundesliga-Schlusslicht Borussia Mönchengladbach die Auslosung für das Pokal-Halbfinale am 21. und 22. April ansteht. «Ich bin froh, dass wir weiter sind. Jetzt wollen wir natürlich auch den Titel», sagte HSV-Trainer Martin Jol, der sein Team im Vergleich zur 1:3-Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg drei Tage zuvor gleich auf fünf Positionen verändert hatte. Trotz der Wechsel fanden die Hamburger sofort ihren Rhythmus und ließen den überforderten Gästen keinen Raum zur Entfaltung. Wehen hatte zuletzt viermal in Serie verloren und trat entsprechend verunsichert auf. |