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Wolfsburg will Pokalfluch gegen Bremen beenden

Wolfsburg (dpa) - 03.03.2009, 16:39 Uhr

Werder Trainer Thomas Schaaf (r) und Sportdirektor Klaus Allofs stehen nach einem Spiel zusammen.
Werder Trainer Thomas Schaaf (r) und Sportdirektor Klaus Allofs stehen nach einem Spiel zusammen.

Ohne die Bundesliga-Torhüter Tim Wiese und Christian Vander will Werder Bremen ins DFB-Pokal-Halbfinale stürmen. Beide Schlussleute fallen mit Muskelfaserrissen für das brisante Nordduell beim VfL Wolfsburg aus.

Trainer Thomas Schaaf, der bis zuletzt auf eine Rückkehr von Wiese gehofft hatte, muss den jungen Ersatzkeeper Nico Pellatz (22) ins kalte Wasser schmeißen. Auf der Bank sitzt in Sebastian Mielitz (19) ebenfalls ein Torwart, der bisher noch kein Profi-Spiel absolviert hat.

«Pellatz hat nach einem Mittelfußbruch seine alte Form gefunden. Er ist einen Tick vor Mielitz. Die Anspannung wird da sein, aber er wird die Situation meistern», beschrieb Werders Torwart-Trainer Michael Kraft die ungewöhnliche Torhüter-Not bei den Hanseaten. Für Wiese, der zuletzt gegen Bayern München von Vander glänzend vertreten wurde, kommt die Rückkehr auf den Platz zu früh. «Der Arzt hat mir von einem Einsatz abgeraten», berichtete Werders Nummer eins.

Dennoch hoffen die Bremer auf den zweiten Sieg im Jahr 2009. Auch wenn die Unentschieden beim AC Mailand (2:2) und gegen Bayern München (0:0) «gefühlte Siege» waren, den einzigen Erfolg errang Werder bisher im Achtelfinale bei Borussia Dortmund (2:1). «Auswärtsspiele im DFB-Pokal sind ja nichts Neues für uns. In Dortmund haben wir gezeigt, dass wir jeden Gegner schlagen können», erinnerte Sportdirektor Klaus Allofs an die Bremer Pokaltradition.

Die Wolfsburger Torwartprobleme fallen vergleichsweise bescheiden aus. «Ich werde alles tun, um zu spielen», kündigte Stammtorhüter Diego Benaglio an. «Wir müssen das Abschlusstraining abwarten», sagte Trainer Felix Magath. Er kann sich auch auf Andre Lenz verlassen. Der stand zuletzt bei den Bundesliga-Siegen gegen Hertha (2:1) und beim HSV (3:1) zwischen den Pfosten, mit denen sich die «Wölfe» in den Kreis der Titelanwärter spielten.


Von der Meisterschaft will Magath nicht sprechen, vom DFB-Pokal dagegen schon. «Wir sind nicht der Favorit, Bremen hat die besseren Einzelspieler und mehr Erfahrung. Wer das Spiel gewinnt, der kann Pokalsieger werden», sagte Magath am Dienstag. Auch die VfL-Profis sind heiß auf den Cup. «Wir wollen weiterkommen, unser Ziel ist das Finale in Berlin», sagte VfL-Stürmer Edin Dzeko.

Um zum dritten Mal in Folge nach 2007 und 2008 ins Halbfinale einzuziehen, müssen die Wolfsburger allerdings den Bremer Pokalfluch beenden. In den bisherigen fünf Duellen der Nord-Nachbarn kam immer Werder eine Runde weiter. Die Bremer können ihren Abwehrchef Naldo einsetzen. Der Brasilianer ist nur für Punktspiele gesperrt. Beim VfL kehrt der zuletzt in Hamburg gesperrte Spielmacher Zvjezdan Misimovic in das Team zurück.

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